Nordrhein-westfälisches Landeskriminalamt feiert 75-jähriges Bestehen

4. Oktober 2021 | Themenbereich: Aktuell, Nordrhein Westfalen | Drucken

Mit einem Festakt hat das nordrhein-westfälische Landeskriminalamt (LKA) heute seinen 75. Geburtstag gefeiert. Vor genau 75 Jahren, am 1. Oktober 1946, war die „Zentralstelle zur Wahrnehmung bestimmter kriminalpolizeilicher Aufgaben“ auf britischen Befehl hin gegründet worden.

„Heute ist das LKA ein Innovationsmotor in Nordrhein-Westfalen und das Zuhause hochspezialisierter Ermittler. Eine Behörde mit dem Besten aus Ideenschmiede, Start Up-Unternehmen und Hochtechnologie-Zentrum“, sagte Innenminister Herbert Reul in seiner Festansprache. „Neue Ideen entstehen hier und werden hier umgesetzt, neue Techniken werden hier entwickelt. Hier wird geforscht, probiert, aber auch geklotzt, denn der Druck ist oft enorm. Es geht im Landeskriminalamt nämlich nie um Kleinigkeiten. Es geht um Spuren, Beweise und komplizierte Untersuchungen. Schließlich ist das LKA das schlagende Herz und das Hirn in unserem Kampf gegen die Kriminalität.“

Vieles, was im Düsseldorfer LKA seinen Anfang nahm, sei zum Standard bei der Bekämpfung von Kriminalitätsphänomenen in ganz Deutschland geworden, sagte Reul: „Zum Beispiel hat die bundesweit erste Veröffentlichung eines Lagebildes zur Clankriminalität vielen Menschen erst die Augen für das Problem geöffnet. Inzwischen werden unsere Konzepte abgeschaut.“

In seiner Rede erinnerte Reul auch an die Vergangenheit der Behörde und wies auf die Beteiligung von vier ehemaligen LKA-Behördenleitern an nationalsozialistischem Unrecht hin. Vor diesem Hintergrund eröffnete er im Anschluss an den Festakt die Wanderausstellung „Die Kommissare – Kriminalpolizei an Rhein und Ruhr 1920-1950“. In der Ausstellung wird die Arbeit der Kriminalpolizei, die Zeit des Nationalsozialismus und die 75-jährige Historie des LKA beleuchtet. „Das Haus und die Menschen, die dort arbeiten, liefern Geschichten für mehrere Bände“, sagte Reul. Aus diesem Grund hat das Mitarbeitermagazin der nordrhein-westfälischen Polizei „Streife“ eine Sonderausgabe mit zahlreichen Artikeln und Interviews veröffentlicht.