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Neue Anwärterinnen und Anwärter des Allgemeinen Vollzugsdienstes begrüßt

In der Justizvollzugsschule Boostedt haben 17 Anwärterinnen (3) und Anwärter (14) ihre zweijährige Ausbildung für den Allgemeinen Vollzugsdienst (AVD) beendet. Der Vollzugs-Abteilungsleiter im Justizministerium, Tobias Berger, überreichte ihnen heute (24. September) die Ernennungsurkunden. Zugleich wurde auch der erste Lehrgang für den neuen Laufbahnzweig für den Abschiebungshaftvollzugsdienst nach erfolgreichem Abschluss verabschiedet. Pandemiebedingt fand die Zeremonie nur in kleinem Kreis ohne die übliche Feierstunde statt. „Auch Ihre Ausbildung in den vergangenen zwei Jahren war von den Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus geprägt. Sie alle haben Improvisationstalent und Flexibilität aufbringen müssen, um diese zusätzliche Belastung gut zu bewältigen. Und es ist ihnen gut gelungen. Ich bin sehr froh, dass es möglich war, dass Sie sich durchgehend in Präsenz auf die Laufbahnprüfung vorbereiten konnten. Und Sie haben Ihre Motivation und Leistungsbereitschaft durch gute Prüfungsergebnisse unterstrichen. Dazu meinen ganz herzlichen Glückwunsch“, sagte Berger. „Der Schlüssel für die Effektivität und hohen Standards unseres Strafvollzuges ist exzellent ausgebildetes, hochqualifiziertes Personal. Ich bin immer wieder beeindruckt von der Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, die mit großem Einsatz und großer Professionalität täglich neue Situationen bewältigen müssen. Ziel des Strafvollzuges ist es, Gefangene zu befähigen, künftig in sozialer Verantwortung ein Leben ohne Straftaten zu führen. Dies dient zugleich dem Schutz unserer Gesellschaft vor weiteren Straftaten. Sie als Vollzugsbeamtinnen und Vollzugsbeamte sorgen durch Ihre Arbeit mit den Gefangenen dafür, dass beides gelingt.“

Voraussetzung für eine Ausbildung für den Allgemeinen Vollzugsdienst sind ein Realschulabschluss bzw. ein mittlerer Bildungsabschluss, ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einem Abschluss einer für die Laufbahn förderlichen Berufsausbildung oder eine abgeschlossene Ausbildung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis. Ferner müssen neben der persönlichen Eignung die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedsstaates der EU nachgewiesen werden. Schließlich müssen die Auszubildenden gewährleisten, jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten.