Ansaar International e.V.

6. Mai 2021 | Themenbereich: Bayern, Justiz | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann begrüßt bundesweites Vereinsverbot der HAMAS-Unterstützer “Ansaar International e.V.”: Empfindlicher Schlag gegen Terrorfinanzierung und salafistische Missionierung

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann begrüßt das heute von Bundesinnenminister Horst Seehofer erlassene bundesweite Vereinsverbot der Vereinigung ‘Ansaar International e.V.’ einschließlich ihrer Teilorganisationen. “Das ist ein empfindlicher Schlag gegen die Terrorfinanzierung und die salafistische ‘Missionierung’ in Deutschland”, erklärte Herrmann. “Wir dulden nicht, dass Islamisten in unserem Land insbesondere die Bekämpfung des Staates Israel unterstützen.” Laut Herrmann nutzt Ansaar International ein Geflecht aus Vereinen sowie Einzelpersonen, um Spenden zu generieren, welche sie entgegen eigener Angaben nicht nur für humanitäre Zwecke, sondern insbesondere zur Unterstützung terroristischer Organisationen wie Hamas, Jabhat al-Nusra sowie Al-Shabab verwendet. Zudem verbreitet Ansaar International auch in Deutschland islamistisch-extremistische Inhalte. “Mit dem Vereinsverbot können wir diesen salafistischen Sumpf besser austrocknen”, verdeutlichte Herrmann.

Das Verbot wird seit den frühen Morgenstunden in Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein vollzogen. Dazu finden umfangreiche Durchsuchungs- und Beschlagnahmemaßnahmen statt. Die Schwerpunkte der Maßnahmen liegen in Nordrhein-Westfalen.

In Bayern durchsuchten Einsatzkräfte vier Wohnungen in Oberbayern (drei) und Oberfranken (eine). Zudem wurden ein Container mit Altkleiderspenden und zwei Bankkonten einer Teilorganisation beschlagnahmt. Insgesamt waren in Bayern rund 70 Kräfte im Einsatz. Für Innenminister Herrmann ist klar: “Wer Hamas, Jabhat al-Nusra und Al-Shabab mit Spenden unterstützt, leistet keine humanitäre Hilfe, sondern dem Terror Vorschub und bringt das hoch anerkennenswerte Engagement der zahlreichen seriösen Hilfsorganisationen in Verruf.”