Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen

22. April 2021 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei | Drucken

„Shutdown, Lockdown, Einreiseverbote, Kontaktverbote und auch Ausgangsbeschränkungen können sinnvolle Mittel zur Senkung von Kontakten und der Verringerung der Corona-Erkrankungen sein. Die Durchsetzung wird aber gerade für die Polizei sehr personalintensiv werden. Und man muss auch kein Prophet sein, um zu sagen: „Nicht jeder wird für diese Maßnahmen Verständnis haben. Die Durchsetzung wird nicht von allen friedlich akzeptiert werden“, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher zu den Neuregelungen in Mecklenburg-Vorpommern im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

Prellbock für eine Kritik an der Landesregierung
Wenn die politische Entscheidung für solche Maßnahmen getroffen ist, erwartet die GdP daher nicht nur Lippenbekenntnisse, sondern auch die tatsächliche volle Rückendeckung der Politik bei der Durchsetzung der Maßnahmen.

Schumacher weiter: „Die Polizistinnen und Polizisten auf der Straße werden zukünftig noch öfter der Prellbock für eine Kritik an der Landesregierung sein. Meine Kollegen können der Bevölkerung nicht ausweichen und setzen sich bei ihrem Dienst einem hohen Infektionsrisiko aus.“

Wer die Polizei unterstützen möchte, der tut das in diesen Tagen am besten damit, dass er sich an die Regelungen hält. Egal, ob er oder sie diese Regelungen persönlich gutheißt oder auch nicht.

„Ich will keinen Wettbewerb um Impfstoffe. Aber die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern ist noch nicht durchgeimpft. Ich hoffe, dass die Politik nicht nur Maßnahmen beschließt, sondern auch alles in ihrer Macht Stehende veranlasst, um ihrer Schutzpflicht für diejenigen, die diese Maßnahmen durchsetzen, gerecht zu werden“, so Schumacher abschließend.