GdP Hamburg warnt bei der Durchsetzung von Ausgangssperren vor zu hohen Erwartungen

31. März 2021 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Hamburg, Interessenvertretungen | Drucken

 

Angesichts der Planung von Ausgangssperren zur Eindämmung des Corona-Infektionsgeschehens warnt der Hamburger Landesbezirk der Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor allzu hohen Erwartungen. Hamburgs GdP-Chef Niens sagte dazu: „Ausgangssperren können ein sinnvolles Mittel zur Kontaktvermeidung sein, die Durchsetzung ist aber sehr personalintensiv“.
Hinzu komme aus Sicht der GdP, dass die Durchsetzung von Ausgangssperren zu zahlreichen Konflikten mit Bürgerinnen und Bürgern führen würde. Schon jetzt sinke die Bereitschaft vieler Menschen, sich an sog. AHA-Regeln der Corona-Bekämpfung zu halten. „Man muss kein Prophet sein, um zu sehen, dass wir Polizistinnen und Polizisten in Konflikte mit den Brechern der Ausgangssperren geraten werden. Wir werden diese Sperren durchsetzen, aber das wird möglicherweise auch nicht immer friedvoll ablaufen, vielleicht kommt es auch zu zahlreichen Ingewahrsamnahmen“, stellte Niens klar.

Unterdessen hat die GdP Hamburg ihrer Forderung nach politischer Rückendeckung erneuert. Wenn die politische Entscheidung pro Ausgangssperren getroffen ist, erwarte die GdP die volle Rückendeckung für die Durchsetzung der Maßnahmen. Damit sei auch die Forderung nach einem klaren juristischen Kurs verbunden, so der GdP-Landesvorstand