Höheres Einsatzgeschehen zu Ostern erfordert Infektionsschutz für die Polizeikräfte

30. März 2021 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) appelliert an die Bevölkerung, an den bevorstehenden Osterfeiertagen unbedingt die Infektionsschutzregeln einzuhalten. Aufgrund der schnellen Ausbreitung der Corona-Mutanten und den damit verbundenen verschärften Regeln zur Eindämmung des Virus steige womöglich das Einsatzgeschehen und damit die Ansteckungsgefahr der Einsatzkräfte bei Kontrollen, sagte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Dietmar Schilff am Dienstag in Hannover. Trotz der monatelangen Einschränkungen sei es weiterhin notwendig, sich an alle Auflagen wie das Ansammlungsverbot, die Kontaktbeschränkungen oder Ausgangssperren zu halten und sich bei Kontrollsituationen kooperativ zu zeigen.
Die derzeitige Situation bedeutet dem GdP-Vize zufolge für die Polizeibeschäftigten eine enorme zusätzliche Belastung, da es zu mehr Einsätzen unter schwierigen Pandemiebedingungen kommt. Es müsse vor dem Hintergrund unzähliger Bürgerkontakte sichergestellt werden, dass die Polizeidienststellen flächendeckend und ausreichend mit Schutzausstattung wie FFP2-Masken versorgt blieben sowie Schnelltests in ausreichender Anzahl zur Verfügung gestellt werden, betonte Schilff.

Die GdP fordert, dass alle Polizeibeschäftigten, die im Dienst ohne weitere Schutzmöglichkeiten Kontakte zur Bevölkerung hätten, dringend geimpft werden müssten. „In Anbetracht vermehrter Kontrollen, beispielsweise in Grünanlagen und Parks, werden dafür auch Polizeibeschäftigte eingesetzt, die bislang in der dritten Prioritätsgruppe eingestuft werden. Es ist absolut unverständlich, dass diese weiter auf ihre Impfung warten müssen, während sie Seite an Seite mit Kolleginnen und Kollegen arbeiten, die genau wegen dieser Aufgaben bereits geimpft wurden“, so der GdP-Vize.