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Bayerische Justizvollzugsanstalten leisten Beitrag zum Klimaschutz

 

Der Schutz des Klimas und damit unserer Heimat ist für die Bayerische Staatsregierung von zentraler Bedeutung. Mit erheblichen Investitionen sollen auch 19 Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe in zehn Justizvollzugsanstal­ten im Freistaat bis 2029 noch klimaverträglicher bewirtschaftet werden. Bayerns Justizminister Georg Eisenreich: “Der Einsatz für Klimaschutz ist eine Daueraufgabe. Seit dem vergangenen Jahr investierte der Freistaat im Jus­tizvollzug rund 400 000 Euro in die Umstellung von Nutzfahrzeugen auf rege­nerative Energieträger einschließlich der erforderlichen Infrastruktur. Weitere 330 000 Euro für Umstellungsprojekte sind noch in diesem Jahr in Aussicht gestellt. In den nächs­ten zehn Jahren sind bis zu 7,5 Mio. Euro vorgesehen.”

Die Landwirtschaftsbetriebe und Gärtnereien der Justizvollzugsanstalten be­wirtschaften bereits über 50 % ihrer Flächen auf ökologische Weise. Eisenreich: “Bereits im Jahr 2015 haben die Betriebe in den Justizvollzugsanstalten damit begonnen, auf ökologische Bewirtschaftung umzustellen. Jetzt wollen wir im nächsten Schritt die Kraftfahrzeuge in der Land- und Forstwirt­schaft vollständig auf regenerative Energieträger umstellen.”

Klimaschutz im bayerischen Justizvollzug – die Maßnahmen im Einzelnen:

Umrüstung: Im 10-Punkte-Plan zur Klimaschutzoffensive ist die Umstel­lung aller land- und gartenbaulichen Nutzfahrzeuge in den Landwirtschafts­betrieben und Gärtnereien der Justizvollzugsanstalten auf regenerative An­triebe vorgesehen. Über 70 Fahrzeuge werden von der Maßnahme erfasst.

Flottenerneuerung: Ältere Nutzfahrzeuge und Traktoren werden nach und nach durch neue Modelle ersetzt, die klimaschonend betankt werden kön­nen. Neuere Fahrzeuge sollen, soweit möglich, mit entsprechenden Bau-s­ätzen auf die Verwendung von regenerativen Energieträgern umgerüstet werden. Der Vollzug arbeitet dabei eng mit dem Technologie- und Förder­zentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (TFZ) in Straubing zusammen. Die Anstalten in Bayreuth und Landsberg wurden im März mit Zwei-Tank-Traktoren ausgestattet, die mit Biodiesel und Rapsöl betrieben werden. Auch für die Außenstelle Rothenfeld der Anstalt in Landsberg wurde ein Zwei-Tank-Traktor bestellt. Außerdem wird ein Traktor mit regenerativem An­trieb für die JVA Kaisheim bestellt werden.

Vorreiter: Die als Ökobetrieb zertifizierte Gärtnerei der Justizvollzugsan­stalt Ebrach wurde als erste vollständig auf einen Betrieb ohne fossile Brennstoffe umgestellt; der Traktor sowie benzinbetriebene Kleingeräte durch E-Modelle ersetzt. Beheizt wird die Gärtnerei durch den Anschluss an die Holzhackschnitzelanlage der Vollzugsanstalt.

Justizminister Eisenreich: “Bayern soll nach dem Willen der Staatsregierung bis 2050 klimaneutral werden, die Staatsverwaltung bis 2030. Der bayerische Justizvollzug leistet einen guten Beitrag.”

Hintergrund:
Von den Klimaschutzmaßnahmen sind zehn Justizvollzugsanstalten mit insge­samt 19 Betrieben betroffen. Im Einzelnen:

Gärtnereien: Justizvollzugsanstalten Aichach, Amberg, St. Georgen-Bayreuth, Bernau, Ebrach, Kaisheim, Landsberg am Lech, Nürnberg (Nürnberg und Lichtenau) sowie Straubing.

Landwirtschaftsbetriebe: Justizvollzugsanstalten St. Georgen-Bayreuth, Bernau, Ebrach, Kaisheim, Landsberg am Lech (Landsberg und Rothenfeld), Laufen-Lebenau sowie Nürnberg (Lichtenau).

Landtechnik mit Holzhof: Justizvollzugsanstalt Amberg.