Keine strafrechtlich relevanten Versäumnisse der Polizei Northeim

26. März 2021 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

In Bezug auf die Vorwürfe gegen die Polizeiinspektion (PI) Northeim wegen vermeintlichen Fehlverhaltens im Umgang mit Hinweisen auf Kindesmissbrauch begrüßt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Feststellung der Staatsanwaltschaft Göttingen vom Donnerstag, 25. März, nach der es keinerlei strafrechtlich relevanten Verfehlungen seitens der PI gibt.
GdP-Landesvorsitzender Dietmar Schilff: „Immer wieder sagen wir als GdP, dass man keine vorschnellen Schlüsse ziehen soll. Wieder einmal wurde dies seitens einiger politischer Mandatsträger nicht beachtet. Es wurden pauschale Vorwürfe von verschiedenen Seiten geäußert, die zum einen dazu führen, dass das Vertrauen in die gute polizeiliche Arbeit schwindet und zum anderen die Ermittler der Polizei in ihrer schwierigen Tätigkeit massiv belastet. Hier müssen zukünftig alle Beteiligten von Bewertungen absehen, solange nicht alle Erkenntnisse vorliegen.“

Nach den Darstellungen im Innenausschuss Anfang Februar 2021 durch den Landespolizeipräsidenten Axel Brockmann hatte der Abgeordnete der FDP, Marco Genthe, geäußert, dass sich in dem Fall einer auf den anderen verlassen habe und das Jugendamt „verzweifelt getobt“ habe, damit sich irgendjemand von Seiten der Polizei bewege. Die Abgeordnete der Grünen, Susanne Menger, sprach wörtlich von „einem Versagen des Jugendamtes und der Polizei“ und einem „strukturellen Problem“.