GdP Rheinland-Pfalz fordert bestmöglichen Impfstoff für die Beschäftigten

16. Februar 2021 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Rheinland-Pfalz | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht die Corona-Schutzimpfungen als einen zentralen Bestandteil des Weges hinaus aus der Pandemie, hin zu einem normalen Arbeitsalltag. „Die sehr große Impfbereitschaft innerhalb der rheinland-pfälzischen Polizei bestätigt die Notwendigkeit einer solchen zügigen und wirksamen Impfung. Sie zeigt auf, dass die Polizeibeschäftigten die Sorge um eine eigene Infektion oder aber auch das Risiko, Angehörige anzustecken, nach wie vor sehr stark beschäftigt. Die zeitnahe Verfügbarkeit eines bestmöglichen Impfstoffs ist daher für uns alle sehr wichtig“, so die Landesvorsitzende Sabrina Kunz.
Innerhalb der Polizei sind eigene Impfzentren eingerichtet. Um die Impfungen bestmöglich durchführen zu können, legte eine Impfkommission die Prioritätengruppen innerhalb der Polizei fest, die sich an der jeweils gültigen Corona-Impfverordnung orientiert.
Dies sind zunächst die Mitarbeitenden in den polizeieigenen Impfzentren, dann folgen die operativen Einsatzkräfte, die im Rahmen des Bürgerkontakts einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Anschließend die Risikopersonen innerhalb der Polizei, die keiner vorhergehenden Priorisierung angehören sowie abschließend weitere Polizeibeschäftigte.
Darauf aufbauend organisierte eine besondere Planungsgruppe (Besondere Aufbauorganisation) in monatelanger Detailplanung die Impfzentren, die mit der Verfügbarkeit des Impfstoffs betriebsbereit sind.
Gespräche über eine mögliche veränderte Impf-Priorisierung nach dem Bund-Länder-Gipfel dürfen zu keinem Wettbewerb auf dem Rücken der verschiedenen Beschäftigtengruppen führen. Sicherlich gibt es viele Personen, die ebenfalls priorisiert geimpft werden müssten. Leider steht aktuell jedoch nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung, weshalb es eines transparenten und gut abgestimmten Impfkonzepts zwischen den Ländern bedarf. Die nach ethischen und wissenschaftlichen Gesichtspunkten entwickelten Priorisierungen müssen für die Bevölkerung nachvollziehbar und gut begründet vermittelt werden. Auch muss klar sein, dass es am Ende eines Tages keinen verbleibenden Impfstoff mehr geben wird. Die Konzepte müssen greifen.
Neiddebatten und Unverständnis schaden der gesamten Bevölkerung und dem gemeinsamen Weg der Pandemiebekämpfung.
„Für die GdP ist klar, dass für den Teil der Polizeibeschäftigten, bei dem ein dauernder Bürgerkontakt besteht, eine priorisierte Impfung dringend durchgeführt werden muss. Es geht hier um die Gesundheit der Polizeibeschäftigten und deren Familien“, betont Landeschefin Kunz.
Es kommt im alltäglichen Dienst immer wieder zu unvermittelten Angriffen auf Polizist:innen, vor denen sie sich kaum schützen können. Dabei wird der Mindestabstand unterschritten, Bürger:innen tragen teils keine Masken und bspw. bei Widerständen kann es zu einem Abrutschen der Masken kommen. Auch die sog. Querdenkerdemos, die nach einer kurzen Unterbrechung nach und nach wieder stattfinden, bergen ein deutlich erhöhtes Infektionsrisiko und einhergehend mit mehr privaten Zusammenkünften bei höheren Außentemperaturen wird die Polizei wieder stärker belastet.