Führungswechsel beim Zentralen Psychologischen Dienst der Bayerischen Polizei

8. Februar 2021 | Themenbereich: Bayern, Polizei | Drucken

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat heute den Leitenden Regierungsdirektor Dr. Hans-Peter Schmalzl offiziell aus dem Amt als Leiter des Zentralen Psychologischen Dienstes der Bayerischen Polizei (ZPD) in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. “Dr. Schmalzl ist ein hochgeschätzter Experte der Polizeipsychologie, der 37 Jahre hervorragende Arbeit im Dienst der Polizei geleistet hat. Es ist maßgeblich auch sein Verdienst, dass die psychosoziale Unterstützung unserer Polizeibeamten ein fester Bestandteil bei der Bewältigung von Einsatzlagen ist”, sagte Herrmann bei der Verabschiedung. Dabei wurde gleichzeitig Polizeidirektor Ulrich Rothdauscher als neuer Leiter des ZDP in sein Amt eingeführt. “Mit Ulrich Rothdauscher haben wir einen exzellenten Nachfolger gefunden, der das richtige Rüstzeug für diese Tätigkeit mitbringt. Er hat den Polizeiberuf von der Pike auf gelernt, ist ein Mann der Polizeipraxis, weiß aus erster Hand um die Belastungen des Polizeialltags und hat große Erfahrung mit komplexen Einsatzlagen”, so der Minister.

Rothdauschers dienstliche Laufbahn sei auch immer wieder geprägt gewesen von Berührungspunkten mit den Aufgabenfeldern des ZPD. Seine Erfahrung als Verhandlungsgruppenführer und Leiter der Verhandlungsgruppe München kommt ihm laut Herrmann ebenso zugute, wie seine Fachexpertise als gefragter Referent, unter anderem zum Thema ‘Psychosoziale Notfallversorgung von Einsatzkräften’. Herrmann war sich sicher: “Ihr polizeiliches und psychologisches Know-How wird für den ZPD äußerst gewinnbringend sein.”

Der seit nunmehr 56 Jahren bestehende ZPD wirkt nach den Worten des Ministers heute nahezu in alle Bereiche der Bayerischen Polizei hinein. “Unsere Polizei ist ohne den ZPD schlicht nicht mehr vorstellbar”, so Herrmann. Denn der Polizeiberuf fordere die ganze Persönlichkeit und sei mit besonderen Herausforderungen und Gefahren verbunden, die auch gestandene Polizeibeamte aus dem seelischen Gleichgewicht bringen können. “Unsere Polizistinnen und Polizisten müssen in Bruchteilen von Sekunden schwierige Entscheidungen treffen und werden regelmäßig mit Gewalt in all ihren Facetten konfrontiert. Eine gute psychosoziale Versorgung und der präventive Aufbau einer starken Resilienz unserer Einsatzkräfte sind wichtige Erfolgsfaktoren beim Erhalt der Leistungsfähigkeit unserer gesamten Bayerischen Polizei”, so Herrmann.