Corona-Infektionen in der JVA Itzehoe und der JVA Kiel

20. Januar 2021 | Themenbereich: Schleswig-Holstein, Strafvollzug | Drucken

In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Itzehoe sind sieben Bedienstete und 16 Gefangene positiv auf das Coronavirus getestet worden. In Abstimmung mit dem kommunalen Gesundheitsamt wurde die gesamte JVA unter Quarantäne gestellt. Zurzeit werden die erforderlichen Hygienestandards hergestellt. Alle Gefangenen wurden in Einzelhafträumen untergebracht. Bei notwendigen Bewegungen sind FFP2-Masken zu tragen. Die betroffenen Bediensteten befinden sich in häuslicher Quarantäne und stehen im Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Der Betrieb der JVA wird im Zweischicht-Betrieb vorerst aufrechterhalten. Nach Angaben des Gesundheitsamtes besteht der Verdacht, dass es sich aufgrund des hohen Infektionsgeschehens um ein mutiertes Virus handeln könnte.

Ein weiterer Gefangener, der Ende vergangener Woche aus Itzehoe in die JVA Kiel transportiert wurde, ist inzwischen ebenfalls positiv getestet worden. Er wurde umgehend in die Krankenstation der JVA Neumünster verlegt. Bei sämtlichen anderen Gefangenen seiner Abteilung fielen die Schnelltests negativ aus. Die insgesamt 31 Gefangenen wurden vorsorglich auf die Quarantänestationen in den JVAen Lübeck und Neumünster sowie der Jugendanstalt Schleswig verteilt.

Der Vollzug des Jugendarrestes in der JAA Moltsfelde wurde ausgesetzt, um die leergezogene Anstalt notfalls als Krankenstation nutzen zu können.

Justizminister Claus Christian Claussen erklärte zu den Vorgängen: „”Unser Justizvollzug war bislang gut durch die Corona-Pandemie gekommen, nun aber sind auch wir betroffen. Jetzt zahlt sich aus, dass wir durch Pandemiepläne und weitere Maßnahmen auf Fälle wie diese gut vorbereitet sind. Ich danke allen Beteiligten für die umsichtige und schnelle Reaktion auf diese Situation. Es wurden alle notwendigen Maßnahmen ergriffen, um das Geschehen im Griff zu behalten und eine weitere Ausbreitung von Infektionen so gut wie möglich zu verhindern”.“