Aus Niedersachsen koordinierter Schlag gegen weltweit größten illegalen Darknet-Marktplatz

13. Januar 2021 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Niedersachsen | Drucken

Der wohl bislang weltweit größte illegale Marktplatz mit rund einer halben Million Usern und rund 2.400 Verkäufern im sogenannten Darknet ist jetzt nach einer von der Zentralen Kriminalinspektion Oldenburg geführten Operation zerschlagen worden. Auch der Betreiber der Plattform, ein 34-jähriger Mann aus Australien, konnte bereits am Wochenende in Deutschland festgenommen werden.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagt: „Ich freue mich sehr über diesen herausragenden Erfolg der Ermittlerinnen und Ermittler aus Oldenburg. Wenn die oft kleinteilige und von hoher fachlicher Expertise geprägte Arbeit der Polizei in einem derart undurchsichtigen und schwerkriminellen Feld wie dem Darknet letztendlich so einen durchschlagenden Erfolg hat, ist das ein beeindruckender Beleg für die Qualität des Personals und der Strukturen in unseren Polizeibehörden. Auch dieser Erfolg bestärkt uns in unserem konsequenten Weg, den wir mit der Einrichtung von sogenannten Taskforces zur Bekämpfung von Cybercrime beschritten haben. Wir werden die Niedersächsische Polizei weiterhin auch durch Experten von außen – gerade im Bereich der Bekämpfung von im Internet betriebener Kriminalität – verstärken. Gleichzeitig bilden wir unsere Ermittlerinnen und Ermittler immer weiter bei der Bekämpfung krimineller Strukturen im Cyberraum fort. Auf diesem Weg machen wir weiter! Gerade im Darknet fühlen sich Kriminelle besonders sicher, da die digitalen Spuren ihrer Taten teils kaum nachzuverfolgen sind. All diese Umstände begünstigen, dass hier schwerkriminelle Geschäfte fast unbemerkt getätigt werden. Umso wertvoller ist dieser Ermittlungserfolg, durch den weitere Transaktionen und Verkäufe bis auf Weiteres verhindert werden konnten.

Dieses Verfahren ist zugleich ein Beleg für die funktionierende länderübergreifende und internationale Arbeit der Strafverfolgungsbehörden.“