THW-Jahr 2020: Herausforderungen angepackt und gemeistert

29. Dezember 2020 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Ehrenamtliche des Technischen Hilfswerks (THW) waren im zurückliegenden Jahr in rund 1.200.000 Stunden für Menschen in Notlagen im Einsatz. THW-Präsident Gerd Friedsam bedankt sich zum Jahresabschluss bei allen Ehren- und Hauptamtlichen für ihr Engagement: „Meine Anerkennung und Dank gilt Allen, die sich im und für das THW einsetzen, die uns unterstützen, es mit Leben füllen und die Faszination Helfen jeden Tag mitgestalten.“ 2020 begann mit einem der bisher längsten Großeinsätze der 70-jährigen THW-Geschichte: THW-Kräfte unterstützen seit Februar mit technisch-logistischer Expertise den Kampf gegen die Corona-Pandemie. In der zweiten Jahreshälfte leisteten sie unter anderem technisch-humanitäre Soforthilfe nach den Explosionen in Beirut sowie den Bränden im griechischen Flüchtlingslager Moria.

Das THW feierte am 22. August sein 70. Jubiläum und blickt am Jahresende auf zahlreiche anspruchsvolle Einsätze im In- und Ausland zurück. THW-Präsident Friedsam hebt den gemeinschaftlichen Beitrag der rund 80.000 Ehrenamtlichen angesichts der gemeisterten Herausforderungen in diesem Jahr hervor: „Die Anforderungen an die Einsatzkräfte steigen in Zeiten des Klimawandels und extremer Gefahrenlagen wie der gegenwärtigen Corona-Pandemie erheblich an. Dem begegnen wir in der THW-Familie mit Zusammenhalt sowie fundierter und kontinuierlicher Ausbildung. THW-Helferinnen und -Helfer leben den Gedanken der Solidarität, lösen Aufgaben im Team und sind fest in unsere Gesellschaft integriert.“

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte unterstützen gemeinsam mit hauptamtlichen THW-Angehörigen zum Beispiel seit Beginn der Corona-Pandemie im Februar weiterhin die Maßnahmen in Deutschland, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. In einem der bis heute längsten Großeinsätze des THW bauten Helferinnen und Helfer unter anderem bundesweit Testzentren und Behelfskrankenhäuser auf und transportierten Schutzausrüstung, Desinfektionsmittel sowie Testproben. In der zweiten Jahreshälfte halfen THW-Kräfte Gesundheitsämtern bei der Kontaktverfolgung von Infektionsketten, bereiteten Massentests räumlich vor und unterstützten die Bundesländer bei Aufbau und Inbetriebnahme von Impfzentren.

Inmitten der Pandemie leisteten ehrenamtliche THW-Einsatzkräfte im Auftrag der Bundesregierung außerdem zweimal technisch-humanitäre Soforthilfe im Ausland. Im August flog nach den verheerenden Explosionen im Libanon ein 50-köpfiges THW-Team der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland nach Beirut. THW-Kräfte suchten mit Hunden und Ortungsgeräten im Hafengebiet nach Vermissten und begutachteten beschädigte Gebäude. Im September lieferte das THW in Kooperation mit den Bundesländern in insgesamt acht Konvois Hilfsgüter für mehr als 12.600 obdachlos gewordene Menschen nach Bränden im griechischen Flüchtlingslager Moria. Rund 40 Ehrenamtliche transportierten unter anderem Zelte, Feldbetten, Decken, Schlafsäcke sowie Sanitärcontainer nach Griechenland.

Quelle: THW