GdP begrüßt Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums zur Priorisierung von Polizistinnen und Polizisten in der Impfverordnung

22. Dezember 2020 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen begrüßt die gestern getroffene Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums, Polizistinnen und Polizisten in der Reihenfolge der COVID-19-Impfungen eine höhere Priorität einzuräumen. Die GdP hatte im Vorfeld der Innenministerkonferenz deutlich gemacht, dass der Einsatz der Polizei bei der Kontrolle und Durchsetzung der Infektionsschutzmaßnahmen einen wesentlichen Anteil bei der Eindämmung der Pandemie ausmache. Und auch die Einsatzfähigkeit in allen anderen Bereichen der Inneren Sicherheit muss gewährleistet sein.

„Die Kolleginnen und Kollegen stehen beim Kampf gegen die Ausbreitung des Virus und bei der weiteren Gewährleistung der objektiven und subjektiven Sicherheit in vorderster Reihe. Insbesondere Menschen die die geltenden Schutzmaßnahmen ablehnen, stellen ein besonderes Risiko dar. Eine geringere Priorisierung der Polizeibeschäftigten im Einsatz hätte bedeutet, dass man einen höheren Krankenstand riskiert und damit auch, dass die Schutzverordnung weniger effektiv kontrolliert und durchgesetzt werden kann. Darum ist es zwingend notwendig, dass die Polizeikräfte in Niedersachsen und in allen anderen Bundesländern sowie bei der Bundespolizei so bald wie möglich eine Schutzimpfung erhalten können”, stellt Dietmar Schilff, Landesvorsitzender der GdP Niedersachsen und stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender fest.

Polizeibeschäftigte waren in der ersten Empfehlung der Ständigen Impfkommission in die Kategorie der „gering erhöhten Priorität“ eingestuft worden. Die GdP hatte dies kritisiert. In der gestern veröffentlichten Impfverordnung legte das Gesundheitsministerium nun fest, dass Polizistinnen und Polizisten eine „hohe Priorität“ bei den Impfungen haben.