Neue Sporthalle für Justizvollzugsanstalt Torgau

15. Dezember 2020 | Themenbereich: Sachsen, Strafvollzug | Drucken

Auf dem Gelände der Justizvollzugsanstalt (JVA) Torgau ist eine neue Sporthalle entstanden. Im August 2018 war mit den Bauarbeiten begonnen worden. Nun wurde der Neubau mit einer Nutzfläche von 1.000 Quadratmetern in Betrieb genommen.

Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann: »Bislang gab es hier keine Sporthalle. Deshalb ist diese Investition so wichtig für die JVA Torgau. Beim Bau wurde intensiv auf die Einhaltung der Sicherheitsbelange geachtet. Aber auch auf Nachhaltigkeit wurde großer Wert gelegt. Vor allem bei der Energiebilanz setzt das Gebäude Maßstäbe. Es ist ein Plus-Energie-Haus, das mehr Energie erzeugt, als es benötigt.«

Sachsens Justizministerin Katja Meier: »Sport fördert pro-soziales Verhalten und Gemeinschaftssinn. Er ist damit ein essentieller Baustein der Resozialisierungsarbeit im Gefängnis. Sport und Bewegung bauen zudem Aggressionen ab. Sie tragen damit auch unmittelbar zur Sicherheit in den Justizvollzugsanstalten bei. Es ist deshalb ungemein wichtig, dass der Justizvollzugsanstalt Torgau nun eine Sporthalle zur Verfügung steht. Dabei freue ich mich ganz besonders über die positive Energiebilanz des Gebäudes. Der Bau ist eine gute und nachhaltige Investition.«

Die neue Sporthalle wird vor allem von Insassen und Bediensteten der JVA Torgau genutzt. Realisiert wurde sie unter Regie der Niederlassung Leipzig I des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Die Kosten betragen rund 6,14 Millionen Euro. Diese werden zum Teil aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert. Die Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Die neue Sporthalle der JVA Torgau wurde als Plus-Energie-Haus realisiert. Das bedeutet, dass das Gebäude mehr Energie erzeugt, als es benötigt. Möglich wird das unter anderem durch eine besondere Dämmung der Gebäudehülle, eine Beleuchtung ausschließlich durch LED-Leuchten sowie eine kostengünstige und energiesparende Heizung und Warmwasserbereitung durch eine Luftwärmepumpe. Auf dem Hallendach ist eine Photovoltaikanlage installiert, deren hoher Wirkungsgrad nicht nur den Energiebedarf der Sporthalle abdeckt, sondern einen jährlichen Überschuss von rund 8.800 Kilowattstunden Solarstrom produziert. Etwa 1,1 Tonnen CO2-Emissionen werden jährlich durch die Photovoltaikanlage eingespart.