BMI beauftragt DHPol mit Studie zum Polizeialltag

9. Dezember 2020 | Themenbereich: Polizei | Drucken

Das Bundesinnenministerium hat die Deutsche Hochschule der Polizei (DHPol) mit einer umfangreichen Studie zur Polizei in Deutschland beauftragt. Die von Bund und Ländern gemeinsam geförderte Institution soll im Rahmen des Forschungsprojekts drei Themenkomplexe untersuchen: Motivation der Berufswahl, Berufsalltag und Gewalt gegen Polizisten.

Entwickelt werden sollen Best-Practice-Modelle und Handlungsempfehlungen, die sich positiv auf Arbeitszufriedenheit und Motivation von Polizeibeamten auswirken und darüber hinaus Gewalterfahrungen minimieren können. Bestehende Maßnahmen, die sicherstellen, dass der Grundsatz der Nulltoleranz gegenüber Antisemitismus, Rechtsextremismus und Rassismus in und von der Polizei gelebt wird, sollen fortgeschrieben und bei Bedarf weiterentwickelt werden. Zudem Zielt der Auftrag darauf ab, bestehende Hilfsangebote für durch Gewalt oder extreme Arbeitsbelastung betroffene Polizeibeamte zu identifizieren und Konzepte für die effektivere Ausgestaltung zu entwerfen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer: “”Tausende Polizistinnen und Polizisten sorgen Tag und Nacht für unsere Sicherheit. Was für uns alle selbstverständlich ist, ist für die Einsatzkräfte nicht immer leicht. Diese Arbeit verdient unsere volle Unterstützung. Ich möchte wissen, wie und an welcher Stelle wir unsere Polizistinnen und Polizisten im Alltag noch besser unterstützen können. Ich habe die Deutsche Hochschule der Polizei mit einer umfassenden Studie zur Berufsmotivation und den Herausforderungen des Polizeialltags beauftragt. Die Polizeistudie ist eine Investition in die Zukunft unserer Polizei.””

Zur Erhebung der verschiedenen Informationen und Daten werden quantitative (Fragebogen) und qualitative (Interviews, teilnehmende Beobachtung) Verfahren angewandt. Aufgrund des Umfangs und der unterschiedlichen zu beantwortenden Fragestellungen/Themenkomplexe ist die Dauer des Vorhabens auf insgesamt 3 Jahre angelegt.