Tarifabschluss für Mitarbeiter im Sicherheitsgewerbe für Sachsen-Anhalt erreicht

30. November 2020 | Themenbereich: Security | Drucken

Die Landesgruppe Sachsen-Anhalt des BDSW hat am 30. Oktober 2020 mit dem Tarifpartner ver.di einen neuen Tarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen abgeschlossen.

Die Einigung stand unter einem Erklärungsvorbehalt bis zum 26. November 2020. Da keine der Parteien von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch gemacht hat, ist der Abschluss nunmehr bestätigt. Der neue Tarifvertrag beinhaltet Lohnerhöhungen von 1,98 ab dem 01.01.2021 und 3,15 Prozent zum 01.01.2022 bei einer zweijährigen Laufzeit. „Trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie haben die Tarifvertragsparteien nach harten Verhandlungen einen fairen Kompromiss erreichen können,“ sagte Rainer Stallmann, Verhandlungsführer der Landesgruppe Sachsen-Anhalt.

Der Tarifabschluss beinhaltet eine Verlängerung des Nachtarbeitszuschlagszeitraumes um eine Stunde zum 01.01.2022. Die Auszubildendenvergütung wird um jeweils 100,00 Euro zum 01.01.2021 sowie weitere 100,00 Euro zum 01.01.2022 angehoben.

Zudem erhöhen sich die Entgelte des Anhangs Militärische Anlagen und Liegenschaften pro Jahr um jeweils 1,00 Euro.

Die Entgelte des Anhangs Feuerwehr steigen 2021 um 5 Prozent, 2022 um weitere 5 Prozent. Auch hier wird der Nachtzuschlagszeitraum ab dem 01.01.2022 um eine Stunde ausgeweitet.

Die Entgelte der Anhänge Justizdienstleistungen und Kerntechnische Anlagen steigen differenziert an.

Der Landesgruppenvorsitzende und Verhandlungsführer Stallmann zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Verhandlungen.

„Wir haben gesehen, dass zielorientierte Gespräche und ein gemeinsames Vorgehen der Tarifvertragsparteien sowohl für die Unternehmen als auch für Mitarbeiter ein positives Ergebnis erbringen können,“ sagte Stallmann abschließend.

Jetzt gilt es zügig mit den Kunden Gespräche zu führen, um die erzielten Ergebnisse auch zum 01.01.2021 umzusetzen.