Neuer Chef des Thüringer Feuerwehr-Verbandes trifft Innenminister

20. November 2020 | Themenbereich: Aktuell, Thüringen | Drucken

Innenminister Georg Maier traf gestern (19. November 2020) den neu gewählten Vorsitzenden des Thüringer Feuerwehr-Verbandes, Karsten Utterodt. „Wer seit 38 Jahren Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr Weimar ist und den Verband viele Jahre auch nach außen medial vertreten hat, kennt sich in der Materie hervorragend aus“, betonte der Minister und begrüßte das gute Gespräch mit dem Verbandsvorsitzenden über die Zukunft der Feuerwehren und die Zusammenarbeit mit dem Ministerium. Uns eint, so der Minister, das Ziel einer modernen Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule. Sie muss, so Utterodt, zu einer technisch und personell herausragenden Schulungseinrichtung entwickelt werden. Dafür bedarf es des gemeinsamen Agierens des Innenministeriums, des Verbandes und aller anderen Beteiligten. „Die entscheidenden Grundlagen sind gelegt. Jetzt müssen wir dafür Sorge tragen, dass die Landesfeuerwehrschule mittelfristig auch den tatsächlichen Lehrgangsbedarf abdecken kann“, erklärte der Verbandsvorsitzende. Insoweit sind die Wünsche des Verbandes für weitere acht Stellen für Ausbilderinnen und Ausbilder, einer weiteren Bildungsreferentenstelle mit der Verankerung im Haushaltsentwurf 2021 bereits auf einem guten Weg.

Karsten Utterodt bekräftigte einmal mehr, dass das Ehrenamt das A und O ist, wenn es um die Sicherheit gerade im ländlichen Raum geht. Die Leute brauchen Anerkennung und Wertschätzung. „Das Ehrenamt muss deshalb als Staatsziel in der Landesverfassung festgeschrieben sein“, so Utterodt.

Minister Maier und der Vorsitzende Utterodt tauschten sich zudem über die rechtsextremistischen Vorfälle in Bad Lobenstein und Wurzbach aus. Beide bekräftigten hier die Notwendigkeit eines steten und frühzeitigen Austausches zu extremistischen Anhaltspunkten zwischen Verband, Ministerium und Verfassungsschutz, um Präventionsarbeit wirksam leisten zu können. Das Problem, betonte Maier, könne nur gemeinsam angegangen und gelöst werden. Zudem sollten die Lehrpläne und Lehrplaninhalte für Führungskräfte im Hinblick auf eine Sensibilisierung zum Thema Extremismus überprüft und geändert werden.

Weitere Themen des Gespräches waren u.a. die aktuellen Baumaßnahmen an der Feuerwehrschule Bad Köstritz und der Stand des Projektes „TLFKS 2.0. Auch über die anstehenden bzw. jüngst beschlossenen Rechtsänderungen im Bereich des Brand- und Katastrophenschutzes, wie die Aufstockung des Landesanteils an der „Feuerwehrrente“ oder die umfängliche Vergütung von Mehrfachfunktionen tauschten sich Minister Maier und der Vorsitzende Utterodt aus.

Positiv hat sich aus Sicht des Ministers die 2018 vereinbarte Stärkung der institutionellen Förderung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes entwickelt. Von damals 325.000 Euro jährlich wird sie im Jahr 2021 auf 385.000 Euro anwachsen. Hinzukommen zusätzliche Mittel, wie z. B. für die Mitgliederkampagne oder die Opitz-Neubauer-Stiftung von jeweils je 50.000 Euro. „Das ist ein gutes Signal an die Feuerwehren“, so Maier.