Grüne Abgeordnete Canan Bayran irrt durch die “Knoblauch-Affäre”

18. November 2020 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Der Vorsitzende des BDK Bundespolizei, Thomas Mischke: “Ich habe den Eindruck, dass die Abgeordnete Canan Bayram (Grüne) ein extrem gestörtes Verhältnis zur Polizei hat, zumindest lassen ihre Veröffentlichungen und Aktionen diesen Schluss zu. Eine kritische Einstellung zu Staat und Staatsgewalt ist ja gegenwärtig “en vogue”, doch zwischen konstruktiver Kritik und plumper Polemik klafft ein Abgrund.”

In einer Fragestunde der Bundesregierung am 4.11.20 (Bundestagsdrucksache 19/ 23818) stellt sie einen Zusammenhang her, zwischen der Häufung von Corona-Erkrankungen bei der Bundespolizei und einem zur Vorsicht im privaten Bereich mahnenden Appell des Bundespolizeipräsidenten Dr. Romann, den dieser mit dem humorigen Hinweis zur Einnahme von Knoblauch zur Abschreckung verband. Das verbindet sie mit der Frage, ob das (Fehl-) Verhalten vieler Bundespolizisten gegenüber den Gefahren von Corona nicht in einem Zusammenhang steht zwischen der in rassistischen und rechtsextremistischen Kreisen weit verbreiteten Leugnung von Corona. Daraus leitet sie die Dringlichkeit einer wissenschaftlichen Untersuchung bei der Bundespolizei ab. Diese so genannte “Knoblauch-Affäre” fand ihren Widerhall bereits im Focus (Ausgabe 46/ 20)

Die meisten Menschen würden wohl auf die Idee kommen, dass eine Häufung von Corona-Fällen bei der Bundespolizei wohlmöglich etwas mit dem Beruf zu tun haben könnte und dass Bundespolizistinnen und Bundespolizisten genau wie Alten-/ Krankenpfleger sehr nah am Meschen agieren. Während das Pflegepersonal in Deutschland völlig zu Recht als “Helden des Alltags” gefeiert wird, beliebt es Frau Bayram die Bundespolizei in die rechte Ecke zu stellen, und zwar mit einer Begründung, die an Absurdität und Vorurteilen nicht zu überbieten ist.

Dazu Thomas Mischke: “Von einer Partei, die nach der Regierungsbeteiligung und dem Innenressort greift, erwarte ich, dass sie sich klar und deutlich von derartigen Menschen bei der Bundespolizei in übelster Weise diskreditierenden Äußerungen distanziert.”