Herrmann stellt neues Polizeiboot in Passau in Dienst

5. November 2020 | Themenbereich: Ausrüstung, Bayern, Polizei | Drucken

Das heute in Passau von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann offiziell in Dienst genommene Polizeiboot ‘WSP 10’ bietet viele Vorzüge und Neuerungen: Mit 14,93 Metern Länge, 4,10 Metern Breite, einer Geschwindigkeit von 39 Stundenkilometern und einer Tragfähigkeit von 15 Personen ist es bestens ausgestattet für die Einsätze auf der Donau. “Um die anspruchsvollen Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, brauchen unsere Kolleginnen und Kollegen der Wasserschutzpolizei eine moderne Ausstattung mit hoher Funktionalität. Dies ist ein wesentlicher Baustein unserer Sicherheitsstrategie. Wir legen daher in Bayern großen Wert auf eine moderne Flotte, die auf dem neusten Stand der Technik ist,” sagte Herrmann bei der Bootsübergabe. Der Minister ist sich sicher: “Die 1,3 Millionen Euro Anschaffungskosten sind gut investiert. Das Boot wird gute Dienste leisten.”

Das neue Streckenboot ‘WSP 10’ von der österreichischen ÖSWAG Werft Linz ersetzt das alte Polizeiboot aus dem Jahr 1989. Zu den Neuerungen zählen unter anderem ein leistungsstarker LED-Scheinwerfer sowie eine Wärmebildkamera mit der die Personensuche am und im Wasser deutlich erleichtert wird. Das neue Boot verfügt über einen Aluminiumrumpf statt glasfaserverstärktem Kunststoff, was mehr Sicherheit bei Anstößen und Kurvenfahrten bietet. Weiterhin ist das Boot bestens geeignet für das Festmachen an Güterschiffen, um während der Fahrt Kontrollen durchzuführen.

Die Wasserschutzpolizei Passau mit ihren neun Polizeibediensteten ist örtlich zuständig für einen 57 Kilometer langen Abschnitt der Donau, Teilbereiche der Flüsse Inn, Ilz und Vils, sowie der Bereich der Deutsch-Österreichischen Grenze. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem die Überwachung von gefährlichen Gütertransporten sowie die Kontrollen von Wasserfahrzeugen. 2019 führten die Kolleginnen und Kollegen bei 1.100 Einsatzstunden mit dem Streckenboot rund 500 Kontrollen der Berufsschifffahrt und von Sportbooten durch. Schwer­punkt der Anzeigen waren Verstöße gegen schifffahrtsrechtliche Vorschriften und Um­weltdelikte. Denn die Wasser­schutz­polizei trägt auch dafür Sorge, dass um­welt- und fischerei­recht­liche Bestim­mungen einge­halten werden. Herrmann: “Ich danke allen Kolleginnen und Kollegen, für ihr vorbildliches Engagement und ihre hohe Einsatzbereitschaft”.

Die Wasserschutzpolizei in Bayern verfügt aktuell über 42 Boote unterschiedlichster Gattungen. 2020 fließen insgesamt rund 35 Millionen Euro in die Erneuerung des Fuhrparks der Bayerischen Polizei, zu denen auch die Boote der Wasserschutzpolizei zählen. “Damit modernisieren wir den Fuhrpark spürbar mit insgesamt 1.000 neuen Fahrzeugen und zwei neuen Streckenbooten in Regensburg und Passau,” so der Minister.