75 Jahre Vereinte Nationen: Das THW als verlässlicher Partner

25. Oktober 2020 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Das THW ist weltweit die einzige zivile Regierungsorganisation, die dauerhaft personelle und technische Kapazitäten für Friedensmissionen der Vereinten Nationen (VN) bereitstellt. Denn seit 2001 hat das THW die VN dabei unter anderem in Sierra Leone, Liberia und Kolumbien unterstützt. Im Jahr des 75. Geburtstags der VN verlängerte Deutschland nun den Vertrag für die Zusammenarbeit mit den VN.

Zum 75. Geburtstag der Organisation am 24. Oktober 2020 ist die internationale Zusammenarbeit zur Bekämpfung von Klimawandel, Konflikten und Ungleichheiten noch wichtiger geworden. Das THW hat seit 2001 die technische Infrastruktur von VN-Camps bei Friedensmissionen in rund zehn Ländern errichtet. Am 23. September 2020 verlängerten Deutschland und die VN die vertragliche Grundlage ihrer Zusammenarbeit für weitere zehn Jahre. Damit setzen auch das THW und die VN ihre erfolgreiche Kooperation fort.

Im Bereich der Umwelttechnik arbeiten THW-Expertinnen und -Experten aktuell daran, mit Sensor- und Netzwerktechnologie Wasser-, Strom- und Kraftstoffverbräuche in weltweit vierzehn Friedensmissionen zu reduzieren. Außerdem setzt das THW umfangreiche Schulungs- und Dokumentationsaufgaben um und entwickelt technische Lösungen für VN-Einsätze. So passen THW-Kräfte unter anderem spezielle 3D-Drucksysteme für Nutzerinnen und Nutzer an. Mit diesen können sie auch unter schwierigen Bedingungen Ersatzteile dort herstellen, wo Lieferungen zu lange dauern oder aufgrund von Sicherheits- oder Umweltbedingungen nicht möglich sind. Die ersten Pilotsysteme setzen THW-Kräfte in den nächsten Monaten im Rahmen der VN-Friedensmission UNISFA (United Nations Interim Security Force for Abyei) in Ostafrika ein.

Die Covid-19-Pandemie stellt für die Projektdurchführung und Zusammenarbeit mit dem United Nations Global Service Centre (UNGSC) sowie den VN-Friedensmissionen eine Herausforderung dar: Aufgrund von Reisebeschränkungen koordinieren und kommunizieren die beteiligten THW-Teams vorwiegend digital mit dem UNGSC in Brindisi, Valencia und Abyei sowie untereinander. Neben klassischen Videokonferenzen nehmen die Teams an virtuellen Erkundungen per Smart-Glasses teil. Dadurch können sich die Einsatzkräfte vorab ein Lagebild erstellen und zielgerichtet einen anschlie ßenden Einsatz optimal vorbereiten.

Quelle: THW