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Gute Ausrüstung darf keine Frage des Geldbeutels sein

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Niedersachsen fordert angesichts steigender Kosten für Dienstkleidung erneut eine Anhebung des Bekleidungsbudgets. Nachdem auf Initiative der GdP im Frühjahr die seit längerem geforderten Überziehschutzwesten eingeführt wurden, zeigt sie sich beim Blick auf die nun veröffentlichten Kosten für einzelne Bestandteile der Ausrüstung verärgert. „Es ist dringend geboten, dass ausreichend Haushaltsmittel bereitgestellt werden, damit eine deutliche Kostensenkung, bestenfalls eine Kostenübernahme erfolgt“, so der stellvertretender Landesvorsitzende Kevin Komolka.
„Eine vollständige Uniform, bestehend aus Hose, Shirt, Überziehweste, Troyer (Pullover) und Stiefeln kostet laut aktueller Preisliste 488 Euro. Das jährliche Bekleidungsbudget beträgt allerdings nur 200 Euro. Das heißt, man benötigt bis zu 3 Jahre um eine vollständige, winterfeste, den neuen Standards entsprechende Uniform zu beschaffen“, erklärt Komolka. Die Freude über die Erfolge bei der Einführung der Überziehschutzweste werde durch die ausbleibende finanzielle Unterstützung stark getrübt.

Die Gewerkschaft bewerte das Anbieten hochwertiger Dienstbekleidung als lobenswert. Im hochpreisigen Segment vergesse man aber das schmale Budget. Es dürfe nicht sein, dass es eine Frage des Geldbeutels sei, wer sie nutzen könne. Darum müsse das Bekleidungsgeld den seit Jahren steigenden Preisen der Artikel angeglichen werden. „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben diese Form der Wertschätzung verdient“, stellt Komolka klar.