Überwältigende Anteilnahme der Polizeibeschäftigten aus dem gesamten Land

12. Oktober 2020 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Rheinland-Pfalz | Drucken

In der Nacht auf Freitag kam es im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Andernach zu einem polizeilichen Einsatz aufgrund einer gemeldeten Schlägerei in einer Gaststätte. Im Rahmen der Sachverhaltsaufnahme wurden zwei unserer Kollegen schwer verletzt, eine ebenfalls eingesetzte Anwärterin blieb zum Glück unverletzt. Ein Kollege wurde dabei so schwer verletzt, dass er auf die Intensivstation verbracht werden musste. Nach bisher vorliegenden Informationen konnten die Tatverdächtigen zwischenzeitig ermittelt und einer dem Haftrichter vorgeführt werden.
„Ich habe über das Wochenende aus dem gesamten Land aus dem Kollegenkreis Rückmeldungen und Erleichterungen darüber entgegengenommen, dass unser schwer verletzter Kollege inzwischen die Intensivstation verlassen konnte und es ihm den Umständen entsprechend geht“, Landesvorsitzende Kunz.

Sabrina Kunz zeigt sich tief betroffen: „Das Aggressionspotential, das sich hier entladen hat, zeigt, wie sich Respekt und Hemmschwellen zu Gewalt gegenüber staatlichen Repräsentanten entwickelt haben. Der vermeintliche 29-jährige deutsche Haupttäter hat eine Brutalität an den Tag gelegt, wie sich diese viele von uns auch nicht einmal ansatzweise vorstellen können. Dieses Verhalten ist mit nichts zu rechtfertigen und vollkommen inakzeptabel.“

Dass die Tochter des schwer verletzten Kollegen am Wochenende ihren 5. Geburtstag ohne ihren Papa feiern musste, trifft alle Kolleginnen und Kollegen sehr. Polizisten und Polizistinnen sind Menschen, die ihren Dienst aus vollster Überzeugung für den demokratischen Rechtsstaat leisten. Menschen, die es verdienen, gesund wieder zu ihren Familien zurückkehren zu dürfen. Die eingesetzten Kräfte konnten es sich – anders als andere Beteiligte – nicht aussuchen, bei den Geschehnissen vor Ort zu sein. Sie haben ihren Dienst ausgeübt und werden mit dieser Brutalität angegangen.

„Die in Teilen menschenverachtende Darstellung des Einsatzes in den sozialen Medien zeigt die Respektlosigkeit den Kollegen gegenüber. Es mag sich jeder selbst ein Urteil darüber erlauben, inwieweit die Diskussionen um Rassismusvorwürfe in der Polizei, Racial Profiling et cetera. solchem Verhalten einen Nährboden bereitet haben und bereiten. Jetzt hoffen wir auf eine schnelle und vollumfängliche rechtsstaatliche Entscheidung der Justiz,“ bekräftigt Sabrina Kunz. „Den Kollegen wünschen wir eine gute Genesung, sowohl in körperlicher als auch in psychischer Hinsicht.“