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Bayerns Innenminister Herrmann verstärkt Schutz jüdischer Einrichtungen

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verstärkt den Schutz der rund 200 jüdischen Einrichtungen in Bayern. “Unser nach dem schrecklichen Anschlag auf die Synagoge in Halle praktiziertes Schutzkonzept greift”, erklärte Herrmann. “Unser Ziel ist, die jüdische Bevölkerung bestmöglich zu schützen.” Eine große Rolle spielt dabei die Verbesserung des baulichen und technischen Schutzes jüdischer Einrichtungen. “Dafür haben wir seit Herbst letzten Jahres insgesamt acht Millionen Euro zur Verfügung”, verdeutlichte Herrmann. “Mittlerweile konnten wir schon rund sechs Millionen Euro für konkrete zusätzliche Schutzmaßnahmen bei jüdischen Einrichtungen bewilligen.” Die Abstimmungen für weitere Investitionen laufen nach Herrmanns Worten derzeit noch. “Für einen optimalen Schutz beraten unsere Experten der Bayerischen Polizei jüdische Einrichtungen bei der technischen Prävention und den Sicherungsmaßnahmen.”

Wie der Innenminister erläuterte, führt die Bayerische Polizei an jüdischen Einrichtungen wie beispielsweise an den Israelitischen Kultusgemeinden, Synagogen, Schulen, Kindergärten, Kulturzentren, Museen, Seniorenheimen, Friedhöfen und Übergangswohnheimen auch polizeiliche Schutzmaßnahmen durch. Diese reichen von der Bestreifung der Objekte zu unregelmäßigen Zeiten bis hin zum Standposten durch Polizeibeamte.

Bereits 2015 stellte die Bayerische Staatsregierung insgesamt 13 Millionen Euro für Baumaßnahmen und technische Sicherungsmaßnahmen an jüdischen Einrichtungen zur Verfügung. Zusammen mit den aktuell acht Millionen Euro sind das 21 Millionen Euro in fünf Jahren.