Digitalisierung durch Smartphone-App für den Einsatz bei den Polizeien im Land Bremen

8. Oktober 2020 | Themenbereich: Ausrüstung, Bremen, Polizei | Drucken

Das herkömmliche Notizbuch der Polizistinnen und Polizisten im Land Bremen könnte bald ausgedient haben. Seit dieser Woche (31. KW) werden in einem Testbetrieb Streifenbeamtinnen und -beamte mit 25 Smartphones, die mit der Polizei-App @rtus-Mobile ausgestattet sind, ihren Einsatz begleiten. Mithilfe der App soll die Polizeiarbeit schneller und einfacher gestaltet werden. Der Einsatzdienst in der Vahr und bei der Bremer Verkehrsbereitschaft sowie in den Bremerhavener Abteilungen Nord und Verkehr sind die ersten Nutzerinnen und Nutzer. Ziel ist, nach der zehnwöchigen Testphase Erkenntnisse erlangt zu haben und diese für eine mögliche Ausweitung der Anwendung zu nutzen.

Die Polizeikräfte haben auf den Smartphones durch die App @rtus-Mobile Zugriff auf das Vorgangsbearbeitungsystem “Artus”. Während eines Einsatzes können sie noch vor Ort Vorgänge anlegen, Fotos und Sprachnachrichten einfügen, den per GPS-Ortung lokalisierten Standort speichern und zuordnen. Alle erfassten Daten werden in einem Vorgang gebündelt und ins System eingepflegt. Auch am Revier sind die erfassten Informationen sofort einsehbar. Die bislang handgeschriebenen Notizen müssen nicht mehr in die Computer an der Wache übertragen werden. Die Artus-App dient fortan als digitales Notizbuch zur Vorgangsbearbeitung. Im Einsatz können durch die App zum Beispiel auch Fahndungsabfragen vorgenommen werden. Natürlich immer unter Einhaltung aller Sicherheits- und Datenschutzvorkehrungen: Die Smartphones sind besonders gegen Verlust oder Diebstahl gesichert. Verliert ein Gerät den Kontakt zum zentralen Server, können die Daten zum Beispiel ferngelöscht werden.

Innensenator Ulrich Mäurer betont: “Wir gestalten die Polizeiarbeit effizienter und entlasten damit unsere Polizistinnen und Polizisten. So werden die Polizei Bremen und die Ortspolizeibehörde Bremerhaven zukünftig schneller, mobiler und digitaler. Durch die strukturierte Datenerfassung und digitale Weiterverarbeitung gehen wir einen weiteren Schritt in eine moderne Polizei.”