1265 Beförderungen nach A 12 und A 13 im kommenden Jahr

16. September 2020 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Im kommenden Jahr sollen in NRW 875 Polizistinnen und Polizisten nach A 12 befördert werden, 495 Beförderungen davon können bereits vorab in diesem Jahr ausgesprochen werden. Hinzu kommen 390 Beförderungen nach A 13. 180 davon stehen bereits vorab in diesem Jahr zur Verfügung. Das geht aus dem neuen Perspektiverlass des Innenministeriums hervor, in dem die Beförderungsmöglichkeiten für den Zeitraum Januar 2021 bis Februar 2022 festgelegt worden sind.
Mit den neuen Beförderungsmöglichkeiten stehen der Polizei in NRW in Zukunft insgesamt 450 Stellen in A 12 und A 13 mehr zur Verfügung, als gleichzeitig durch die Zurruhesetzung älterer Polizistinnen und Polizisten frei werden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die zusätzlichen Beförderungsmöglichkeiten für die Spitzenfunktionen des gehobenen Dienstes ausdrücklich begrüßt. „In NRW gibt es viele Polizisten, die eine herausgehobene Sachbearbeiterfunktion wahrnehmen oder Führungsverantwortung übernommen haben, ohne dass sie entsprechend ihrer Aufgabe bezahlt werden können, weil die Landesregierung bereits vor zwanzig Jahren die Stellen in A 12 und A 13 künstlich auf den damals erreichten Stand eingefroren hat“, betonte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Michael Maatz. „Die GdP fordert seit langem, dass dieser Unfug endlich beendet wird und auch Polizisten entsprechend ihrer Aufgabe bezahlt werden.“

Bereits Anfang des Jahres hatte Innenminister Herbert Reul (CDU) die Forderung der GdP aufgenommen und die Schaffung von 300 zusätzlich Stellen in A 12 und 150 zusätzlichen Stellen in A 13 versprochen. „Diese Versprechen wird jetzt endlich eingelöst“, freut sich Maatz. „Damit ist unser Kampf aber noch nicht zu Ende. Auch mit den jetzt gesicherten 450 zusätzlichen Stellen in A 12 und A 13 gibt es noch immer viele Polizistinnen und Polizisten, die ungerecht bezahlt werden, weil es im Haushalt nicht genügend Planstellen gibt. Deshalb muss der unsägliche Deckelungsbeschluss endlich komplett aufgehoben werden.“