Brandbekämpfung aus der Luft

14. September 2020 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Die Polizei Baden-Württemberg erhält neue Außenlöschbehälter für die Brandbekämpfung aus der Luft. Damit können Polizeihubschrauber helfen, Waldbrände schneller, effektiver und sicherer zu löschen.

„Durch die Trockenheit der vergangenen Jahre hat sich die Waldbrandgefahr in unseren Wäldern erhöht. Die Feuerwehren im Land sind für die Bekämpfung von Waldbränden gut ausgerüstet. Freilich ist nichts so gut, dass wir es nicht noch besser machen können – und das tun wir. Wir stellen uns gerade auch in der Gefahrenabwehr rechtzeitig auf Veränderungen ein und rüsten deshalb zwei Hubschrauber der Polizei so aus, dass sie zukünftig die Feuerwehrkräfte am Boden beim Löschen von Waldbränden unterstützen können. Die Hubschrauber erhalten Außenlasthaken, an denen ein faltbarer Außenlöschbehälter angehängt werden kann“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl in Schluchsee. Anlass war eine Übung, bei der sich Innenminister Thomas Strobl über das Beladen des Behälters und den Löschvorgang informierte.

In den letzten Jahren ist das Waldbrandrisiko auch in Baden-Württemberg durch hohe Temperaturen im Sommer und extreme Trockenheit gestiegen. Die Anzahl der Flächenbrände hat zugenommen. Durch das schnelle und gezielte Eingreifen der Feuerwehren konnten die Brände freilich in der Regel schnell bekämpft werden. Als Reaktion auf das gestiegene Risiko hat die Forstwirtschaft ihre Präventionsmaßnahmen verstärkt und die Feuerwehren haben sich in der Einsatzplanung, durch Ausbildung und spezielle Technik auf Vegetationsbrände vorbereitet.

Waldbrände gemeinsam bekämpfen

„Im Falle eines Waldbrandes setzen wir in Baden-Württemberg vor allem auf den bodengebundenen Einsatz der Feuerwehren. Dabei kann die Unterstützung aus der Luft durch Erkundungsflüge und gezielte Löschmaßnahmen eine sinnvolle und wertvolle Unterstützung sein. Und das kann zukünftig auch die Polizei leisten. Seit Mai 2020 haben wir einen ersten Hubschrauber technisch umgerüstet, ein zweiter wird ab Oktober 2020 umgerüstet. Damit ist es ab sofort möglich, Außenlöschbehälter – sogenannte „Bambi Buckets“ – mit bis zu 910 Litern Wassern am Außenlasthaken der Polizeihubschrauber zu befestigen“, erklärte Minister Thomas Strobl.

Die Außenlöschbehälter können an Seen aber auch an mobilen Wasserbehältern der Feuerwehr gefüllt werden. Das Löschwasser kann dann über die Brandstelle geflogen und dort punktgenau abgegeben werden. Als Bindeglied zwischen den Feuerwehreinheiten am Boden und den Hubschraubern stehen sogenannte Flughelfer zur Verfügung, die die Einsatzmaßnahmen am Boden und aus der Luft perfekt ergänzen und abstimmen.

„Mit den jetzt verfügbaren Außenlöschbehältern können große Vegetationsbrände jetzt noch schneller, effektiver und für die Einsatzkräfte sicherer gelöscht werden. Die bisher hervorragende Zusammenarbeit der Polizei mit den Feuerwehren wird auch an dieser Stelle erfolgreich fortgesetzt“, so Innenminister Thomas Strobl.