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Brand im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos: THW transportiert Hilfsgüter

Heute Mittag startet ein Konvoi des Technischen Hilfswerks (THW) mit drei Lastzügen und einem Begleitfahrzeug vom Logistikzentrum in Heiligenhaus sowie vom Zentrallager für Auslandslogistik (ZAL) in Mainz nach Griechenland. THW-Einsatzkräfte befördern im Auftrag der Bundesregierung unter anderem Zelte, Feldbetten, Isomatten und Schlafsäcke für das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos nach Athen. Dort brachen in der Nacht auf Mittwoch mehrere Brände aus und das Camp brannte fast vollständig nieder. „Ich bin froh, dass wir mit den von uns transportierten Hilfsgütern zu einer Verbesserung der Lage in Moria beitragen können“, sagte THW-Präsident Gerd Friedsam anlässlich des bevorstehenden Einsatzes.

Die 2.500 km lange Strecke führt die THW-Kräfte über Österreich und Italien sowie mit der Fähre nach Griechenland. In Athen übergeben die THW-Kräfte aus den Landesverbänden Bremen/Niedersachen, Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland und Nordrhein-Westfalen voraussichtlich Montagabend rund 400 Schlafsäcke, 80 Zelte für insgesamt etwa 650 Personen sowie etwa 400 Isomatten an die griechische Regierung, die sie verteilt. Der heute startende Transport ist nur ein erster Schritt der Hilfe für Griechenland. Weitere Beschaffungen und Transporte durch das THW erfolgen sukzessive. Finanziert wird der Einsatz des THW durch das Auswärtige Amt.

Nachdem in der Nacht auf Mittwoch im Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos und dessen Umgebung mehrere Brände ausgebrochen waren, wurden die Bewohnerinnen und Bewohner Morias evakuiert. Mehr als 12.600 Menschen aus dem Camp sind nun auf Straßen, im Wald oder auf dem Parkplatz eines Supermarktes untergekommen Deshalb stellte Griechenland gestern ein internationales Hilfeersuchen.