Landesfachausschuss Schutzpolizei fordert bessere Ausstattung der Einsatzhundertschaften

3. September 2020 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Schleswig-Holstein | Drucken

Nach den dramatischen Ereignissen des G-20-Gipfels in Hamburg hatte die GdP eine bessere Ausstattung mit Schutzausrüstung für die Einsatzhundertschaften in SH gefordert. Zum Glück hat die Politik seinerzeit rasch reagiert. Mittlerweile sind fast alle Einsatzhundertschaften mit einem neuen Vollschutz ausgestattet.
Allerdings fehlt bisher die Anpassung des Einsatzanzuges zum Vollschutz. Dieser Einsatzanzug ist mittlerweile über zehn Jahre alt. Der Landesfachausschuss Schutzpolizei (LFA-S) der GdP fordert daher eine passende Ausstattung mit entsprechenden Anzügen. Dazu führt Thorben Steckel, Vorsitzender des LFA-S, aus: „Mit der Neubeschaffung des Vollschutzes geht auch eine neue Trageweise einher. Bisher wurde der Schutz immer unter der Kleidung getragen. Der neue Vollschutz wird nun über der Kleidung getragen. Eine Anpassung des Anzuges ist bisher nicht erfolgt. Dadurch ist der Anzug viel zu weit und scheuert auf der Haut. Bei dem alten Anzug ist keine Atmungsaktivität gegeben. Unsere Kolleginnen und Kollegen berichten, dass das Wasser an heißen Sommertagen aus dem Anzug läuft.“

Der alte Anzug kommt nun in die Jahre. Eine Ersatzbeschaffung ist angestrebt. Nach Informationen der Gewerkschaft der Polizei soll aber das gleiche Anzugmodell erneut beschafft werden. Steckel führt dazu aus: „Der alte Einsatzanzug erfüllt nicht mehr die Anforderungen der Kolleginnen und Kollegen. Längst gibt es neues Material, das sowohl eine Feuerfestigkeit bietet als auch atmungsaktiv ist. Auch bieten Hersteller mittlerweile Lösungen an, die einen Toilettengang im Einsatz in voller Montur erleichtern. Das Land wäre gut beraten, mit der Zeit zu gehen und nicht in altes Material zu investieren.“

Mittlerweile werden viele verschiedene Modelle in den unterschiedlichen Einheiten genutzt. Die Auswahl eines neuen Models würde auch den Vorteil einer einheitlichen Ausstattung im gesamten Land mit sich bringen.
Die Politik ist gefordert, hier weiter für eine gute Ausstattung ihrer Landespolizei zu sorgen. Im Rahmen der Sitzung des Landesvorstandes Ende August wurde das Thema bei Innenministerin Sütterlin-Waack angesprochen. Sie zeigte sich sehr aufgeschlossen und ließ sich die Problematik detailliert schildern. Sie sagte zu, das Thema mit den Verantwortlichen zu bewegen.