Videotechnik macht Landeshauptstadt noch sicherer

19. August 2020 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Innenminister Peter Beuth hat gemeinsam mit Dr. Oliver Franz, Bürgermeister der Stadt Wiesbaden, 17 neue Videoschutzanlagen für die Landeshauptstadt Wiesbaden in Betrieb genommen. Das Land Hessen unterstützt die Stadt bei der Modernisierung und Ausweitung der Videosicherheitsanlagen am Platz der Deutschen Einheit und am Hauptbahnhof mit mehr als 1,2 Millionen Euro.

„Mit moderner Videotechnik können wir die Landeshauptstadt Wiesbaden noch sicherer machen. Die Kameras schrecken Straftäter ab, erhöhen die Reaktionsfähigkeit der Polizei, stärken das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und erleichtern das Aufklären von Kriminalität. Weil wir überzeugt sind und aus den praktischen Erfahrungen wissen, dass wir auch damit einen Beitrag zur Verbesserung der Sicherheitslage leisten, übernimmt die Hessische Landesregierung zwei Drittel der Anschaffungskosten für die Einrichtung von Videoschutzanlagen durch die Kommunen. Ich begrüße es sehr, dass die Stadt Wiesbaden sich dazu entschieden hat, ihre Videotechnik zu modernisieren und auszuweiten“, sagte Innenminister Peter Beuth.

Vollständige Erneuerung und Modernisierung

Am Wiesbadener Hauptbahnhof wurde 2011 eine Videoschutzanlage installiert, die aufgrund technischer Ausfälle dringend modernisiert werden musste. Die seit 2003 am Platz der deutschen Einheit installierte Anlage wurde im Rahmen der Umbaumaßnahmen zurückgebaut und nun vollständig erneuert. Die insgesamt 17 neuen Videoaufzeichnungsgeräte sind am Platz der Deutschen Einheit, dem Hauptbahnhof sowie der Unterführung am Bahnhofsgelände installiert und können bei der Stadtpolizeiwache, dem 1. Polizeirevier, der Leitstelle des Polizeipräsidiums Westhessen sowie anlassbezogen in der polizeilichen Befehlsstelle der Brita-Arena aufgeschaltet werden. Bei der Stadtpolizei und beim 1. Polizeirevier wird die Videoanlage im Alltagsbetrieb betreut. Die zusätzlichen Videoschutzanlagen sind Teil des Maßnahmenkonzeptes „Gemeinsam sicheres Wiesbaden“ und sollen die tatsächliche und gefühlte Sicherheit im öffentlichen Raum der Innenstadt stärken.

Moderne Videotechnik erleichtert die Strafverfolgung

In 19 hessischen Städten waren bislang 23 Kamerastandorte installiert, die alleine 2019 rund 2.200 Straftaten aufgezeichnet haben und damit im Rahmen von Ermittlungen verwendet oder gar zur Klärung der Straftaten beitragen konnten. Die Hessische Landesregierung wird auch in den kommenden Jahren Kommunen gezielt unterstützen, die sich für mehr Sicherheit engagieren und Videoschutzanlagen installieren wollen. Mehrere hessische Kommunen planen zurzeit die Anschaffung oder Modernisierung entsprechender Anlagen.

„Die Innere Sicherheit hat für die hessische Landesregierung oberste Priorität. In den vergangenen Jahren hat das Land die richtigen Weichen gestellt, um Hessen noch sicherer zu machen. Die Herausforderungen der Kriminalitätsbekämpfung und der Gefahrenabwehr vor Ort können nur durch ein gemeinsames Miteinander aller Beteiligten bewältigt werden. Die hessische Polizei steht den Kommunen dabei als kompetenter Sicherheitspartner jederzeit zur Verfügung“, betonte Peter Beuth.

Hintergrund

Im Rahmen des Landesprogrammes KOMPASS (KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel) können Kommunen etwa seit Ende 2018 gemeinsam mit der Polizei sowie den Bürgerinnen und Bürgern die Sicherheits- und Präventionsarbeit intensivieren. Heute nehmen bereits 74 Kommunen am Landesprogramm teil. Mehr als zwei Millionen Bürgerinnen und Bürger in Hessen profitieren hiervon bereits. Neben der Unterstützung von Kommunen für die Aufstellung und Installation von Videosicherheitsanlagen oder der Einrichtung von Waffenverbotszonen wird das Sicherheitsgefühl insbesondere durch verstärkte Polizeipräsenz auf den Straßen, Wegen und Plätzen einer Kommune erhöht.

Die Hessische Landesregierung hat mit den Sicherheitspaketen I, II und III in den vergangenen Jahren massiv in zusätzliches Personal für die hessische Polizei investiert. 2025 werden landesweit über 16.000 Polizistinnen und Polizisten für die Sicherheit der Menschen auf den Straßen und öffentlichen Plätzen unterwegs sein, wovon alle Polizeidienststellen des Landes und damit die Bürgerinnen und Bürger profitieren werden. Dies ist im Vergleich zu 2014 ein historisches Stellenplus von rund 18 Prozent.