CDU und FDP beschließen Zulage für Ermittler im Bereich Kinderpornografie

19. August 2020 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die heute bekanntgewordene Entscheidung der schwarz-gelben Landesregierung, allen Polizistinnen und Polizisten und allen Tarifbeschäftigten, die bei der Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs von Kindern eingesetzt sind, eine Zulage von 300 Euro im Monat zu zahlen, ausdrücklich gelobt. „Dass wir immer mehr Tätern auf die Spur kommen, ist nicht nur darauf zurückzuführen, dass in NRW die Zahl der Polizistinnen und Polizisten, die die Missbrauchsfälle aufspüren und verfolgen, deutlich erhöht worden ist, sondern das ist vor allem dem großen Engagement der dort eingesetzten Ermittlungsbeamten und IT-Experten zu verdanken“, betonte GdP-Landesvorsitzender Michael Mertens. „Meine Kolleginnen und Kollegen brennen geradezu dafür, die Täter zu überführen und vor Gericht zu stellen. Dass CDU und FDP ihre Leistung jetzt durch die Zulage würdigen, ist für sie ein zusätzlicher Ansporn.“

Wichtig sei dabei auch, dass nicht nur die Ermittlungsbeamten sondern die im Bereich Kinderpornografie eingesetzten Tarifbeschäftigten der Polizei die neue Zulage erhalten werden. „Der Missbrauch von Kindern findet heute vor allem im Internet statt. Wenn wir den Tätern auf die Spur kommen wollen, brauchen wir nicht nur hoch motivierte Ermittlungsbeamte, sondern auch IT-Experten, um die im Darknet versteckt agierenden Täter aufzuspüren und deren Dateien zu entschlüsseln“, sagte Mertens.

Der GdP-Vorsitzende erinnerte zudem daran, dass die Bilder von Missbrauchshandlungen, mit denen die Ermittler jeden Tag konfrontiert werden, oft das Vorstellbare überschreiten. „Die Belastungen, die damit für jeden Einzelnen verbunden sind, lassen sich auch durch die Zulage nicht kompensieren, aber das zusätzliche Geld kann helfen, damit sich jeder, der in diesem Bereich eingesetzt ist, zwischendurch mal einen besonderen Ausgleich gönnen kann“, sagte Mertens.