Psychiatrische Abteilung in der JVA Neumünster leistet unschätzbare Arbeit

7. August 2020 | Themenbereich: Schleswig-Holstein, Strafvollzug | Drucken

„Die Ruhe, Gelassenheit und hohe Professionalität bei dieser nicht einfachen Therapieaufgabe, bei der Betreuung und nicht zuletzt der Aufsichtstätigkeit beeindrucken mich sehr. Und dafür danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der JVA Neumünster und des Zentrums für Integrative Psychiatrie des UKSH für die geleistete Arbeit ausdrücklich.“ Dies erklärte Justizminister Claus Christian Claussen bei seinem heutigen (6.8.) Besuch in der teilstationären psychiatrischen Abteilung der JVA Neumünster. Durch den Einsatz aller Beteiligten dort werde psychiatrisch erkrankten Gefangenen geholfen, ein besseres Miteinander auf der Abteilung gefördert und die Belastung für die Bediensteten im Umgang mit dieser im Vollzugsalltag schwierigen Gefangenengruppe verringert, so Justizminister Claussen weiter.

Seit dem Oktober 2016 bietet die JVA Neumünster in Kooperation mit dem UKSH, dort vertreten durch das Zentrum für Integrative Psychiatrie für die Behandlung psychiatrischer Störungen insgesamt 20 Plätze für psychiatrisch erkrankte Gefangene an.

Ziel der Behandlung ist die gesundheitliche Stabilisierung der erkrankten Gefangenen, um eine Wiedereingliederung in den regulären Vollzugsalltag zu ermöglichen. Seit Inbetriebnahme wurden knapp 200 Gefangene in der teilstationären psychiatrischen Abteilung behandelt.

Geplant ist darüber hinaus eine Einrichtung einer vollstationären psychiatrischen Abteilung für Schleswig-Holstein am Standort Lübeck. Dort sollen Geangene mit schweren psychischen Störungen bei gleichzeitig hoher Fremd- und Eigengefährdung untergebracht werden. Ein erster Auftrag zur Grundlagenermittlung und Bedarfsplanung für ein Gesundheitszentrum mit psychiatrischer Abteilung in der JVA Lübeck wurde an die GMSH erteilt. Eine Fertigstellung wäre frühestens im Jahr 2026 möglich.