Explosion Beirut: THW-Kräfte nehmen Arbeit auf

7. August 2020 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

50 THW-Kräfte sind am frühen Donnerstagmorgen in Beirut gelandet. Nach den schwerwiegenden Explosionen am Dienstag sondieren die Expertinnen und Experten die Lage vor Ort. Das erste Briefing wurde bereits durchgeführt und Einsatzkräfte identifizierten erste Einsatzstellen. Zusätzlich unterstützt ein THW-Team die Deutschen Botschaft im Krisenmanagement. „Bei solchen Katastrophen ist schnelle Hilfe wichtig. Die Einsatzkräfte des THW können diese Hilfe mit Expertise und Erfahrungen leisten und den Menschen vor Ort helfen“, sagt THW-Präsident Gerd Friedsam.

Zwei THW-Teams nehmen nach den Explosionen in Beirut, die mehr als 135 Menschen getötet und mehr als 4.000 weitere verletzt haben, ihre Arbeit auf. 46 Helferinnen und Helfer aus der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) sondieren zunächst die Lage und stehen mit den internationalen Hilfsorganisationen vor Ort in Kontakt. Dann sollen sie mit vier Suchhunden und präzisem Gerät in den Trümmern Verschüttete suchen und retten. Das SEEBA-Team wird in Beirut im Rahmen einer Einsatzkooperation von vier Kräften der International Search and Rescue (ISAR Germany) unterstützt.

Ein weiteres Team ist an der Deutschen Botschaft im Einsatz. Vier Fachkräfte inklusive eines Experten der Analytical Task Force der Feuerwehr und eines Baufachberaters arbeiten gemeinsam mit dem Diplomaten-Team im Krisenmanagement. „Wir danken unseren Einsatzkräften für ihr Engagement. Sie sind für diese Krisensituationen ausgebildet und vorbereitet, doch in Einsätze wie diese zu gehen, ist nicht selbstverständlich“, stellt Friedsam dankend fest.

Quelle: THW