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Corona-Krise: Systemrelevanz stärken

In den Wochen des Lockdown und der anschließenden sukzessiven Rückführung der Einschränkungen für Wirtschaft und gesellschaftliches Leben gab es teilweise einen regelrechten „Run“ auf privates Sicherheitspersonal. Speziell Einzelhändler, Krankenhäuser und Kreditinstitute hatten riesigen Personalbedarf, um den Zutritt zu ihren Gebäuden und Arealen „coronagerecht“ zu gestalten. Gleichzeitig galt es Unternehmen und Institutionen weiter ohne Abstriche zu schützen. Ähnlich hoch waren die Anforderungen in der Gebäudereinigung und bei den Personaldienstleistern: Deren Beschäftigte sorgten für die erforderlichen Hygienestandards in Geschäften, Lagern, Büros, Produktion etc. bzw. unterstützten maßgeblich dabei, die Warenversorgung durch Handel und Logistik sicherzustellen.

Aufrechterhaltung von Wirtschaftssystem und Grundversorgung

Dass die Sicherheits- und Gebäudedienste bei der Bewältigung der Corona-Krise also eine wichtige Rolle spielen, ist folglich unverkennbar. Aber sind sie damit gleichzeitig auch systemrelevant? Systemrelevanz ist gemäß offizieller Definition „die Relevanz (also die Bedeutsamkeit oder Wichtigkeit in einem bestimmten Zusammenhang), die Staaten, Organisationen, Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen und Berufsgruppen (respektive ihre Angehörigen) für den Betrieb und die Aufrechterhaltung eines Systems, etwa eines Wirtschafts- oder Gesundheitssystems oder der Grundversorgung, haben.“

Dementsprechend ist eine Einstufung von Sicherheitsdienstleistern und Facility Services als systemrelevant sehr gut begründbar. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen systemrelevanten Beitrag dazu erbracht, ein funktionierendes Gesundheitssystem zu gewährleisten, die Versorgung der Bevölkerung durch Handel und Logistik zu sichern sowie die Arbeit der Wirtschaft so weit wie möglich aufrecht zu erhalten bzw. sie beim Neustart zu unterstützen. Weshalb sich ohne Übertreibung feststellen lässt, dass ohne die Corona-Helden der systemrelevanten Berufe die Folgen der Pandemie noch gravierender ausgefallen wären.

Fazit: Die richtigen Schlüsse ziehen

Es gilt also die richtigen und wichtigen Schlüsse aus der Corona-Pandemie und ihren Krisenfolgen zu ziehen, wie Friedrich P. Kötter (KÖTTER Unternehmensgruppe) auch in einem Beitrag für das Magazin „markt und mittelstand“ darlegt. Dabei kommt speziell zum Tragen, dass in bestimmten Bereichen wie z. B. dem Schutz von Kernkraftwerken die Systemrelevanz der Sicherheitsbranche längst unbestritten ist, während eine solche übergreifende Anerkennung auf Adhoc-Ereignisse wie die Pandemie begrenzt bleibt. Und dann, so in den zurückliegenden Monaten geschehen, nicht einmal in allen Bundesländern rechtlich einheitlich wirksam wird.

„Die Herausforderung besteht also darin, Politik und Unternehmen davon zu überzeugen, die Schlüsselstellung der Sicherheits- und Gebäudedienste nicht ausschließlich innerhalb von Kausalketten bzw. Prozessen wie dem angeführten Schutz ausgewählter kritischer Infrastrukturen als relevant zu erachten“, sagt Friedrich P. Kötter. „Denn dies wird ihrer Wichtigkeit gerade für die Wertschöpfungsprozesse der Wirtschaft nicht annähernd gerecht. Die uneingeschränkte Akzeptanz und gesetzliche Anerkennung der Facility Services als systemrelevante Industrien ist also überfällig“, betont der Verwaltungsrat der KÖTTER Unternehmensgruppe.