Ferienanfang in Niedersachsen – Gemeinsamer Appell für Rücksicht im Straßenverkehr

16. Juli 2020 | Themenbereich: Niedersachsen, Verkehr | Drucken

In Niedersachsen und zwei weiteren angrenzenden Bundesländern starten am morgigen Donnerstag die Sommerferien – die für manche anders ausfallen, als geplant. Denn in diesem Sommer werden viele Familien aufgrund der Corona-Pandemie den Urlaub in Deutschland oder in den Nachbarländern verbringen. Das wird insbesondere zum Ferienstart auch auf den niedersächsischen Straßen zu einem deutlich erhöhten Verkehrsaufkommen führen.

Vor diesem Hintergrund wendet sich der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, gemeinsam mit dem ADAC, der Landesverkehrswacht und der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in einem gemeinsamen Appell an die Menschen in Niedersachsen, um für mehr Rücksicht im Straßenverkehr zu werben.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius: „Die letzten Wochen und Monate haben die allermeisten über die Maße gefordert. Die Corona-Pandemie hat unseren Alltag nachhaltig verändert – Urlaub wird da jedem guttun. Jetzt beginnen die großen Ferien, und viele Familien werden verreisen, um Kraft zu tanken und – so gut es unter den Voraussetzungen der Corona-Pandemie geht – sich zu erholen. Gerade in dieser Zeit möchten wir gemeinsam an alle Verkehrsteilnehmenden appellieren: Fahren Sie vorsichtig, nehmen Sie sich Zeit und gönnen Sie sich die nötige Ruhe, um entspannt in den Urlaub zu starten. Im Straßenverkehr gilt das Gebot besonderer Rücksichtnahme gegenüber allen anderen. Bitte beachten Sie die einfachsten Verkehrsregeln, insbesondere das Abstandsgebot, gerade wenn es zu den Stoßzeiten auf den Autobahnen sehr voll ist. Im Straßenverkehr gelten die gleichen Regeln wie aktuell im Alltag: Abstand halten, Geduld haben und Ruhe bewahren. Toleranz und Nachsicht gehören auch im Straßenverkehr einfach immer dazu.“

Mit einem besonders vorausschauenden und vor allem defensiven Verhalten im Straßenverkehr kann jede und jeder – im Auto, mit dem Motorrad, dem Fahrrad oder zu Fuß – dazu beitragen, Unfälle zu verhindern. Denn Verkehrsunfälle passieren nicht einfach, sie werden verursacht.

Diese Ansichten werden auch von den anderen Partnern aus dem Bereich der Verkehrssicherheit geteilt. So betont Christine Rettig, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit und Clubdienste des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt e.V.: „Das Auto ist in diesem Jahr das beliebteste Verkehrsmittel für den Weg in den Urlaub, entsprechend voll wird es auf den Straßen. Darum sind Fairness und Rücksichtnahme besonders wichtig: Halten Sie sich an die Regeln und achten Sie auf andere. Mit Verständnis, Ruhe – und auch einem Lächeln – unterwegs zu sein, hilft jetzt gerade besonders.“

Corona-bedingt ist in diesen Sommerferien neben erhöhtem Autoverkehr auch mit mehr Fahrradfahrenden in Niedersachsen zu rechnen. Anstatt mit dem Flugzeug europa- oder weltweit zu verreisen, bleiben viele Menschen in Deutschland und verbringen ihren Urlaub heimatnah. Ausgestattet mit einem Fahrradgepäckträger am Auto, werden die Urlauberinnen und Urlauber in den Urlaubsregionen auch vermehrt mit dem Fahrrad unterwegs sein.

Heiner Bartling, Präsident der Landesverkehrswacht Niedersachsen dazu: „Verkehrssicherheit macht keinen Urlaub. Es gilt, immer und überall auf den Straßenverkehr zu achten, egal wie man selbst unterwegs ist.“ Die Landesverkehrswacht Niedersachsen setzt sich in diesem Zusammenhang seit Jahren für das freiwillige Tragen von Fahrradhelmen ein. „Wer Rad oder Pedelec fährt, sollte dies möglichst sicher tun – auch in einer Urlaubsstimmung. Helme schützen dabei vor schlimmen Kopfverletzungen“, so Bartlings Appell.

Auch Hannes Wendler, Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., sensibilisiert in schwierigen Zeiten: „Unsere Rettungskräfte sind weiterhin besonders gefordert. Jeder einzelne, der sich gerade auch jetzt umsichtig im Straßenverkehr bewegt, übernimmt daher Verantwortung für sich und andere. So können zusätzliche Einsätze vermieden und die Retter entlastet werden! Eine weitere Bitte liegt mir besonders am Herzen: Schauen Sie nicht weg, wenn jemand gestürzt oder verunfallt ist: Erste Hilfe zu leisten und einen Notruf abzusetzen, gilt immer noch! Und denken Sie an die Rettungsgasse.“