Taser wird Konfliktsituationen deutlich entspannen

9. Juli 2020 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat die Entscheidung von Innenminister Herbert Reul (CDU), im kommenden Jahr durch ein Pilotprojekt in vier Polizeibehörden zu überprüfen, wie sich durch den Einsatz des Tasers (polizeiintern Distanzelektroimpulsgerät/DEIG genannt) konfliktträchtige Situation besser bewältigen lassen, ausdrücklich begrüßt. „Wir werben schon lange dafür, dass der Taser auch in NRW für Einsatzlagen zur Verfügung steht, die sich sonst nicht oder nur mit erheblichen Risiken für die vor Ort eingesetzten Polizisten bewältigen lassen“, sagte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Michael Maatz. „Dass der bereits im Koalitionsvertrag angekündigte Probelauf jetzt endlich kommt, hat uns sehr gefreut!“
Innenminister Reul hat heute zudem angekündigt, dass das Innenministerium seine Entscheidung, ob der Taser in NRW flächendeckend bei der Polizei eingeführt wird, vom Ergebnis des Pilotprojekts abhängig machen wird. Anders als in anderen Bundesländern wird der Taser in NRW bislang nur bei den Spezialkräften eingesetzt.

Die GdP geht davon aus, dass der Pilotversuch noch einmal bestätigen wird, wie wichtig eine flächendeckende Ausstattung der Polizei mit dem Taser ist. „Die Erfahrungen aus anderen Bundesländern, in denen der Taser bereits im Einsatz ist, zeigen klar, dass er eine sinnvolle Handlungsoption zur Bewältigung schwieriger Lagen bietet. Das wird auch in NRW nicht anders sein“, sagte Maatz mit Blick auf das Pilotprojekt. „Deshalb wird die flächendeckende Einführung des DEIG am Ende auch nicht am Geld scheitern. Was wir aber brauchen ist der politische Wille, ihn einzuführen.“

Teilnehmer des ein Jahr lang dauernden Pilotprojekts sind die drei Polizeipräsidien Dortmund, Düsseldorf und Gelsenkirchen sowie der Rhein-Erft-Kreis.