Allgemeiner Vollzugsdienst: Eingangsbesoldungsstufe wird angehoben

9. Juli 2020 | Themenbereich: Bremen, Strafvollzug | Drucken

Im Rahmen der Verabschiedung des Haushalts ist heute auch die Anhebung des Eingangsamts im Allgemeinen Vollzugsdienst von A7 auf die Besoldungsstufe A8 beschlossen worden.

“Genau dafür hat sich das Justizressort gemeinsam mit den Beschäftigten der JVA lange stark gemacht. Umso mehr freue ich mich, dass sich die Koalition bei diesem Thema hinter uns gestellt und heute ein klares Signal gesetzt hat: Die Erhöhung der Eingangsbesoldung ist ein absolut richtiger Schritt und schlicht angemessen”, betont dazu die Senatorin für Justiz und Verfassung, Claudia Schilling. „Die Arbeit im Justizvollzug ist eine der anspruchsvollsten Tätigkeiten im öffentlichen Dienst. Den Justizvollzugsbeamtinnen und –beamten ‘hinter den Gittern’ kommt dabei auch eine wesentliche Rolle für uns alle ‘draußen’ zu: Sie haben jeden Tag mit verurteilten Straftätern zu tun – damit wir alle ‘draußen’, vor den Mauern der JVA, möglichst wenig mit ihnen zu tun haben. Und die Justizvollzugsbeamtinnen und –beamten sind der Garant dafür, dass die Zielsetzung des Strafvollzugs, nämlich die Resozialisierung von Straftäterinnen und Straftätern, mit Leben gefüllt wird. Sie haben also im doppelten Wortsinn eine Schlüsselposition – und sind gleichzeitig der Schlüssel für die gelingende Resozialisierung von straffällig Gewordenen. Dass wir diese wichtige Arbeit nun von Anfang an mit A8 besolden, ist daher schon aufgrund dieser Tätigkeit mehr als gerechtfertigt”, so Schilling weiter.

Zudem könne durch die bessere Besoldung auch die Attraktivität des Allgemeinen Vollzugsdienstes insbesondere für Berufsanfängerinnen und -anfänger gesteigert werden. „Die anspruchsvolle Tätigkeit im allgemeinen Vollzugsdienst ist es einerseits schlicht wert und andererseits ist die Anhebung der Eingangsbesoldung auch eine Maßnahme, um die Attraktivität der Arbeit im Justizvollzug zu steigern und so neue Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen“, sagt Schilling. “Der heutige Beschluss ist in diesem Sinne auch eine Unterstützung auf dem Weg zur Verbesserung der Personalausstattung in der JVA. Es bleibt dabei: Von heute rund 230 Beschäftigten im Allgemeinen Vollzugsdienst wollen wir möglichst zeitnah auf die Zielzahl von mindestens 260 Kolleginnen und Kollegen kommen – und das geht nur durch eine nicht nur inhaltlich, sondern auch finanziell möglichst hohe Attraktivität dieses wichtigen Berufs.”