Bilanz zum Verkehrswarndienst 2019

13. Juni 2020 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Verkehr | Drucken

Im Jahr 2019 bearbeitete der Verkehrswarndienst des Landes mehr als 50.000 Verkehrs- und Gefahrenmeldungen. Er ist rund um die Uhr im Einsatz und für alle im Verkehr ein unverzichtbarer Ratgeber.

„Wenn der Verkehr zum Erliegen kommt, wenn vor Gefahren im Straßenverkehr gewarnt werden muss, sorgt der Verkehrswarndienst im Innenministerium für die schnellstmögliche Information. Die Landesmeldestelle ist Teil des im Innenministerium rund um die Uhr besetzten Führungs- und Lagezentrums der Landesregierung Baden-Württemberg und hält diesen Service rund um die Uhr zur Verfügung. Mit ihrer engagierten und kompetenten Arbeit leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Innenministeriums einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und tragen dazu bei, dass der Verkehr im Fall von Störungen schnellstmöglich laufen kann. Im Jahr 2019 bearbeitete der Verkehrswarndienst in Baden-Württemberg 51.173 Verkehrs- und Gefahrenmeldungen“, sagte der Stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl bei der Vorstellung der Jahresbilanz 2019. Auf die Autobahnen entfielen dabei 34.627 (34.231)* und auf die Bundesstraßen 11.791 (10.828) Meldungen. Die meisten Verkehrsstörungen auf Autobahnen waren aufgrund zweier Großbaustellen auf der A6 zwischen dem Kreuz Walldorf und Sinsheim und auf der A5 zwischen dem Dreieck Karlsruhe und dem Kreuz Walldorf zu verzeichnen.

Die größte Verkehrsbehinderung, nämlich stockender Verkehr über eine Länge von 40 Kilometern, musste Mitte Oktober des vergangenen Jahres von der A6 Nürnberg – Mannheim zwischen Neuenstein und Bad Rappenau gemeldet werden. Grund hierfür war ebenfalls eine Baustelle.

Weniger Meldungen zu “Falschfahrern”

Zwar sind im vergangenen Jahr die Meldungen über „Falschfahrer” leicht von 350 auf 341 gesunken, allerdings stieg die Zahl der Verkehrsunfälle in diesem Zusammenhang auf 53 (44). Hierbei wurden 35 (21) Personen leicht und zehn (5) schwer verletzt. Ein Mensch (2) wurde getötet.

Die überwiegende Zahl der Falschfahrermeldungen wurde zur Nachtzeit verzeichnet, am häufigsten in der Zeit zwischen 21.00 Uhr und 22.00 Uhr. Auffällig ist eine Häufung am Wochenende: Rund 43 Prozent der Falschfahrer sind samstags oder sonntags unterwegs.

Nachdem die Zahl der gemeldeten Fahrradfahrer auf Kraftfahrstraßen und Autobahnen in den letzten zwei Jahren rückläufig war, ist diese im vergangenen Jahr leicht auf 315 (285) gestiegen.

Kuriose Gegenstände auf der Fahrbahn

Seit Jahren ansteigend sind auch die Gefahrenmeldungen wegen Gegenständen auf der Fahrbahn. Waren es 2014 noch 8.278, wurden 2019 bereits 22.672 (20.687) Fälle registriert. Ursächlich ist oftmals eine unzureichende Ladungssicherung. Beispielsweise musste deshalb vor einem verlorenen Feuerlöscher, einer Dixi-Toilette und einer Kinderrutsche gewarnt werden.

Die Landesmeldestelle für den Verkehrswarndienst in Baden-Württemberg steht auch mit dem benachbarten Ausland im engen Informationsaustausch. Damit ist gewährleistet, dass die Verkehrsteilnehmer auch im Grenzgebiet und bei grenzüberschreitenden Sachverhalten schnellstmöglich informiert werden.