Pedelecs erweitern Einsatzradius der Fahrradstreifen

4. Juni 2020 | Themenbereich: Polizei, Rheinland-Pfalz | Drucken

„Pedelecs sind nicht nur eine umweltfreundliche Alternative, sie ermöglichen auch Einsätze in schwierigem topografischem Gelände oder Einsatzräumen wie Radwegen oder Parks, die mit Streifenwagen kaum zu erreichen sind“, so Innenminister Roger Lewentz beim offiziellen Start des Pilotbetriebes zum Einsatz von Pedelecs am Polizeipräsidium Mainz. Damit sei auch eine kostengünstige Ergänzung zu Streifenwagen gegeben.

„Nicht motorisierte Fahrradstreifen der Polizei werden bereits seit vielen Jahren in den Innenstädten der Ober- und Mittelzentren eingesetzt und haben mit ihrer Präsenz zur Erhöhung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung beigetragen“, so Lewentz. Mit einer modernen und umweltbewussten Stadtentwicklungsplanung werde in den Innenstädten zunehmend die Nutzung alternativer Fortbewegungsmittel durch entsprechende Verkehrsbeschränkungen gefördert. Dies führe auch zu einem stetigen Anstieg des Radverkehrs.

Der Einsatz der Fahrradstreifen hat sich auch in der Verkehrssicherheitsarbeit durch die spezifische Überwachung und Ahndung von Verkehrsverstößen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Radverkehr, bewährt und zu mehr Bürgernähe geführt. Durch die Einführung von sechs Pedelecs im Wert von rund 18.000 Euro kann der Einsatzwert noch gesteigert werden, weil neben der Erschließung neuer Einsatzgebiete durch einen erweiterten Einsatzradius auch ein kräfteschonender und damit ein längerer Einsatz von Polizeibeamtinnen und -beamten ermöglich wird. Zudem kann schneller und spontaner auf Störungen aus Radfahrersicht reagiert werden.

Der Pilotbetrieb im Polizeipräsidium Mainz ist auf zwei Jahre angelegt und findet zunächst in den Städten Mainz und Worms statt. Damit soll geprüft werden, ob sich der Einsatz bewährt und die Streifen auf weitere Regionen ausgeweitet werden.