GdP Niedersachsen lobt Infektionsschutz

27. Mai 2020 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Niedersachsen | Drucken

 

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen sieht die Polizei im Bereich Infektionsschutz gut ausgestattet: „In Kooperation mit der GdP und dem Polizeihauptpersonalrat haben das Innenministerium und das Landespolizeipräsidium nach den für alle zu Beginn problematischen Lieferengpässen schnell und umsichtig gehandelt“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff am Dienstag anlässlich der Vorstellung der neuen Mund-Nasen-Masken für die Polizei.
„Wir hatten die Anschaffung solcher Alltagsmasken gefordert und begrüßen es sehr, dass dem nachgekommen wurde. Auch dank der rechtzeitigen Beschaffung von ausreichend Einmal-Masken, klassifizierten Schutzmasken, weiteren Infektionsschutzmaßnahmen und Handlungsanweisungen sowie personellen Regelungen haben die Polizeibeschäftigten die Corona-Pandemie bislang relativ unbeschadet überstanden. Die Polizei ist daher voll einsatzfähig. Unsere Kolleginnen und Kollegen sorgen trotz der Gefahr durch das Virus weiterhin in gewohnt hochprofessioneller Weise für die Sicherheit in Niedersachsen“, so Schilff.

Dabei hat der GdP-Landesvorsitzende die Zeit „danach“ im Blick: „Verbaler oder kurzzeitig finanzieller Dank allein wird für die systemrelevanten Berufe nicht reichen. Gerade jetzt in der Krisenzeit sehen wir, wie wichtig der öffentliche Dienst und damit auch die Polizei ist. Das heißt, wir brauchen dringend Investitionen in Liegenschaften, in Digitalisierung und in einen moderneren Fuhrpark, also ein Konjunkturprogramm, von dem auch unsere heimische Wirtschaft profitieren würde. Und wir brauchen Maßnahmen für attraktivere Rahmen- und Arbeitsbedingungen, insbesondere im Einsatz- und Streifendienst, damit wir auch zukünftig genügend kompetenten Nachwuchs bekommen, sowie einen verbesserten Arbeits- und Gesundheitsschutz, unter anderem klare Vereinbarungen für mobiles Arbeiten. Darüber hinaus ist weiterhin ein starkes gemeinschaftliches Engagement gegen Populisten und Extremisten notwendig, die unserer solidarischen Gemeinschaft und unserer Demokratie schaden wollen. Wir als Gewerkschaften werden weiter dranbleiben“.