Unterwanderung durch Scharfmacher nicht aus der Luft gegriffen

12. Mai 2020 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mahnt, Menschen, die an sogenannten Hygienedemos teilnehmen, nicht pauschal zu kriminalisieren. Gleichermaßen appelliert die GdP an die Teilnehmenden, sich nicht für krude Botschaften oder Hass und Hetze vereinnahmen zu lassen. Eine bewusste Unterwanderung durch politisch motivierte Scharfmacher sei keineswegs aus der Luft gegriffen. Dennoch gelte es zwischen Agitatoren, Mitläufern und Beobachtern zu differenzieren, betonte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek am Montag in Berlin.
Radek rief dazu auf, sich in der emotionalen Gemengelage ausschließlich auf beweisbare Inhalte zu stützen. „Ein Aluhut ist kein Doktorhut“, verdeutlichte der GdP-Vize. Zudem fungierten das Internet und vor allem soziale Medien in der aktuellen Debatte um Coronabeschränkungen als gefährliche Brandbeschleuniger.

Transparenz, so der Gewerkschafter sei das A und O, um eine sachliche Auseinandersetzung zu ermöglichen. Dementsprechend seien die Regierenden in der Pflicht, die Bürger noch verständlicher und nachvollziehbarer über ihr Handeln aufzuklären. Nur so könne man vermeiden, dass sich Menschen zum Beispiel von Verschwörungstheoretikern anstecken ließen.

Um eindeutige Aussagen über die konkrete Motivation und Gesinnung der Teilnehmenden treffen zu können, sei die Demonstrationslage noch zu neu. Nur dezidierte Lagebilder können der Polizei im Einsatzgeschehen helfen, stellte Radek fest.