Innenminister Pistorius nimmt an Onlinevorlesung der Polizeiakademie teil

9. Mai 2020 | Themenbereich: Niedersachsen, Polizei | Drucken

Bereits über 10.000 onlinebasierte Unterrichtseinheiten hat die Polizeiakademie Niedersachsen seit der Einstellung des regulären Studien- und Akademiebetriebs ab Mitte März abgehalten. Über die Software „BigBlueButton“ (BBB) nehmen die Studierenden in ihren digitalen Hörsälen an den Vorlesungen teil.

Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, hat sich jetzt selbst ein Bild davon gemacht, wie das funktioniert und hat sich in eine Onlinevorlesung eingewählt – zur großen Überraschung der 25 teilnehmenden Studierenden.

Nach der Einheit sagte Pistorius: „Mit der sehr kurzfristigen und gleichzeitig erfolgreichen Umstellung auf kompletten Onlineunterricht hat die Polizeiakademie einiges gewagt, denn es war weitestgehend unbekanntes Terrain. Mein Eindruck ist, dass der Onlineunterricht richtig gut funktioniert und sehr lebendig ist. Bei der kurzfristigen und alles andere als unkomplizierten Umstellung haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lehrenden und Studierenden hochmotiviert mitgewirkt, das Ergebnis ist wirklich klasse und dazu hochmodern! Es ist erst recht in dieser Zeit wichtig, dass die Studierenden auch angesichts der besonderen Umstände und zu Hause bestmöglich auf Ihren Beruf vorbereitet werden können. Gemeinsam mit den Dozierenden ist ein toller Online-Campus entstanden!“

Seit dem 4. Mai ist – unter strengen Hygienemaßnahmen und Einhaltung von Mindestabständen – aber auch der Präsenzunterricht wieder schrittweise angelaufen. Trainingseinheiten mit direktem Körperkontakt werden aus Gründen des Infektionsschutzes weiterhin ausgesetzt.

Der Direktor der Polizeiakademie, Carsten Rose, ist begeistert über diesen Digitalisierungsschub an der Polizeiakademie Niedersachsen: „Mit der Einstellung der Präsenzlehre aufgrund der Corona Pandemie waren wir gefordert, mit noch mehr Nachdruck die technischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Hier kam uns zu Gute, dass wir bereits seit rund zwei Jahren mit unserem Projekt ‚Digitale Hochschulentwicklung‘ zur Lern- und Lehrunterstützung unterschiedliche digitale Angebote sowie Tools getestet und teilweise eingeführt haben. So können wir neben den Onlinevorlesungen auch auf aktuell über 100 Audio-/Video-Podcasts und Videotutorials, rund 50 E-Learning-Module sowie erste LernApps zurückgreifen. Wir nutzen also die Corona-Krise für einen großen digitalen Schritt nach vorn“, so Rose weiter.