Übergriffe auf Rettungs- und Einsatzkräfte werden konsequent und mit Erfolg verfolgt

30. April 2020 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Thüringen | Drucken

„In der aktuellen Situation ist es wichtig, auf ein funktionierendes Netzwerk aus Feuerwehr-, Rettungs- und polizeilichen Einsatzkräften zurückgreifen zu können. Sie sind es, die gemeinsam für uns in der ersten Reihe stehen. Wir brauchen jede Einzelne und jeden Einzelnen“, erklärte heute Innenminister Georg Maier und würdigt gleichsam die hohe Aufklärungsquote bei Straftaten gegen Feuerwehrangehörige, Rettungsdienste sowie Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte. „Sie in der Ausübung ihres Dienstes zu bedrohen oder tätlich anzugreifen ist ein inakzeptables No-Go und wird meinerseits konsequent verfolgt“, betont der Minister und weiter: „Sie sind tagtäglich für uns auf den Beinen, retten Leben und schützen unseren Rechtsstaat. Das verdient Respekt!“

In den Jahren 2018 und 2019 wurden insgesamt 106 Fälle erfasst, in denen Rettungsdienste und Feuerwehrkräfte Opfer von Straftaten wurden. Vorsätzliche einfache Körperverletzungsdelikte und Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte führen hierbei die Statistik mit 78 Fällen (75 Prozent) an, gefolgt von Bedrohung (15) und Nötigung (8). Diese wurden bis auf einen Fall aufgeklärt. Straftaten gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte sanken von 1.349 im Jahr 2018 auf 779 deutlich. Demgegenüber stieg die Zahl der im Einsatz verletzten von 147 auf 180, was prozentual mehr als einer Verdopplung gleichkommt. Den Straftatenkatalog führt hier ebenfalls der Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf polizeiliche Einsatzkräfte deutlich an.

„Abgesehen von statistischen Entwicklungen, darf in keinem Fall eine Einsatzkraft Ziel von Übergriffen werden. Unser aller Aufgabe und Pflicht ist es, Feuerwehr-, Rettungskräften sowie Angehörigen der Thüringer Polizei mit dem Respekt zu begegnen, den sie verdienen. Das sollte für jeden eine Selbstverständlichkeit sein“, so Maier.