Gesundheit schützen – Risiko honorieren

23. April 2020 | Themenbereich: Bremen, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Bremen führt nun als letztes Bundesland am Montag die Maskenpflicht ein. Sie gilt genau dort wo, die Einhaltung der Abstandsregel Schwierigkeiten bereitet. Gerade Beschäftigte von Polizei, Verkehrsüberwachung und Ordnungsdienst kennen dies Problem. Nachdem es anfänglich Schwierigkeiten mit entsprechenden Maskenausstattungen gab, scheint nun die Ausrüstung der Beschäftigten im Außendienst mit Schutzmasken und auch Desinfektionsmitteln erstmal gewährleistet.
„Wir hoffen, dass dies auch dauerhaft so bleibt und die Nachfrage bei der Bevölkerung zumindest die Ausstattung der Basiskräfte nicht beeinträchtigt“, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Lüder Fasche.

Die systemrelevanten Sicherheitskräfte würden die Masken auch über die gesetzliche Trageverpflichtung hinaus benötigen, allerdings im Einzelfall selbst entscheiden, wann es mehr und wann weniger Sinn macht, sie zu benutzen. Am hilfreichsten seien immer noch die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Das sollte im Umgang mit allen Beschäftigen des Öffentlichen Dienstes im Publikumsverkehr besonders gelten. Es gebe aber immer Diensthandlungen, wie z.B. Verfolgung und Festnahmen, die diese Schutzmaßnahmen alle nicht zulassen. „Die Beschäftigten riskieren hierbei die eigene Gesundheit und die ihrer Familien. Die unlängst gezeigte Würdigung durch Beifall sollte sich dann zeitnah auch in entsprechenden steuerfreien Risiko-Zulagen wiederfinden“, so der GdP-Vorsitzende Fasche.