In den Justizvollzugsanstalten Kiel, Lübeck und Neumünster werden Masken genäht

21. April 2020 | Themenbereich: Schleswig-Holstein, Strafvollzug | Drucken

Ein derzeit überall gefragtes Produkt wird jetzt auch in den Justizvollzugsanstalten Kiel, Lübeck und Neumünster hergestellt: Atemmasken (Mund-Nase-Schutz, nicht zertifiziert). Abnehmer für die Atemmasken sind das Friedrich-Ebert-Krankenhaus (FEK) in Neumünster, sowie die Bediensteten in den Vollzugsanstalten. Für das FEK wurden schon über 2.000 Stück gefertigt, für die Bediensteten knapp 1.000 Masken. Ziel ist es, die Bediensteten bis Anfang Mai mit mindestens drei Atemmasken auszustatten. Die Atemmasken können dazu beitragen, das Infektionsrisiko für die Gefangenen außerhalb der Quarantänebereiche noch weiter zu senken als es durch die bereits bestehenden Regelungen (grundsätzlicher Abstand, Händehygiene, Kontaktbeschränkungen) bereits möglich ist.

„”Da haben die Anstalten schnell reagiert und tragen nun mit der Maskenproduktion etwas ganz Konkretes dazu bei, die Corona-Krise zu bewältigen. Es zeigt sich, dass ein gemeinsames Ziel viele Kräfte aktivieren kann – bei Bedienstete und Gefangenen. Das ist ein schönes Zeichen”“, sagte Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack.

Bis zu 15 Gefangene sind an der Produktion an den drei Standorten aktuell beteiligt. Genäht wird in der JVA Lübeck im Frauenvollzug im Bereich der Schneiderei, wo zu Normalzeiten eine berufliche Qualifizierung im Bereich Schneiderhandwerk angeboten wird und auch Unternehmeraufträge bearbeitet werden. In den JVAen Neumünster und Kiel werden Betriebsbereiche für die Produktion genutzt, in denen üblicherweise Unternehmeraufträge (Montagearbeiten, Planen nähen) durchgeführt werden. In Kiel werden zudem die Nähmaschinen aus dem Bereich der Wäscherei (Wäscheinstandsetzung) genutzt.