Höhere Bargeldabhebungen lassen Polizei aufhorchen

26. März 2020 | Themenbereich: Aktuell, Rheinland-Pfalz | Drucken

Innenminister Roger Lewentz und der Präsident des Landeskriminalamtes, Johannes Kunz, haben auf Meldungen von Kreditinstituten in Rheinland-Pfalz reagiert, wonach verstärkt beobachtet wurde, dass Kunden höhere Bargeldbeträge abheben. Obgleich es unterschiedliche und sehr individuelle Gründe geben kann, vermehrt und größere Mengen an Bargeld abzuheben, sieht der Minister auch einen möglichen Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

„Als der für die Polizei zuständige Innenminister denke ich da sofort an den Enkeltrick oder die Ansprache vorgeblicher Mitarbeiter des Gesundheitsamtes oder auch von falschen Polizisten bei älteren Menschen mit dem Ziel, die Betroffenen um ihr Geld zu bringen“, so Minister Lewentz.

„Wenn insbesondere Seniorinnen und Senioren im verstärkten Maße Geld abheben, könne dies auch mit betrügerischen Absichten in Zusammenhang stehen“, ergänzt LKA-Präsident Kunz. „Die Verfügbarkeit von enormen Bargeldsummen im häuslichen Bereich könne darüber hinaus Tatanreize auch für Trickbetrüger und für Einbrecher bieten, die wir selbstverständlich auch vermeiden wollen.“, so Kunz weiter.

Minister Lewentz: „Mir liegen keinerlei Informationen vor, dass das Bargeld knapp werden könnte. Eine diesbezügliche Besorgnis ist unbegründet. Sicherer als bei den Kreditinstituten ist das Geld der Menschen nirgendwo. Deshalb möchte ich an alle Bürgerinnen und Bürger, an Seniorinnen und Senioren im Besonderen, aber auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreditinstitute appellieren, beim Verdacht auf einen betrügerischen Hintergrund im Zusammenhang mit hohen Bargeldabhebungen die Polizei zu informieren.“