Das ist keine Übung

17. März 2020 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Angesichts der rapiden Verbreitung des neuartigen Coronavirus appelliert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu umsichtigem Verhalten im alltäglichen Miteinander. „Die Herausforderung besteht darin, der Gesellschaft bewusst zu machen: Das ist keine Übung“, betonte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek am Dienstag in Berlin.
Bei dem Umgang mit der Pandemie müsse man von einer Dauerlage ausgehen, über deren Ende man keine verbindliche Aussage treffen könne. Deutschland sei in Teilen nicht vollumfänglich auf die Seuche vorbereitet gewesen. So verfüge die Bundespolizei zwar über einen Restbestand an Schutzausstattung, für die Polizeien der Länder gelte das aber nicht.

Zu personellen Engpässen werde es nach derzeitigem Stand aber nicht kommen. „Dennoch hat eine ressourcenschonende Arbeitsweise jetzt oberste Priorität“, mahnte der Gewerkschafter. Durch die Absage von Fußballspielen und weiteren Großveranstaltungen stehe ein großes Kräftekontingent zur Verfügung. „Für Maßnahmen, wie beispielsweise den Grenzschutz werden wir ausreichend Personal auf die Straße bringen“, so Radek.

Der GdP-Vize befürwortete die Wiedereinführung der Grenzkontrollen: „In dieser Situation haben sie die Funktion eines Wellenbrechers. Die Kontrollen sind ein wichtiger Schritt, um die künftige Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.“