Kernsanierung der saarländischen Polizei von Nöten

13. Februar 2020 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Saarland | Drucken

Polizist zu sein ist kein Beruf, sondern eine Berufung“, äußert sich der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), David Maaß. Nach Erkenntnissen der Gewerkschaft befinden sich nur noch rund 300 Bewerberinnen und Bewerber im Einstellungsverfahren für die diesjährige Einstellung P 42, die erst kürzlich am schriftlichen Auswahlverfahren teilgenommen haben, obwohl die eigentliche Bewerberzahl noch vor wenigen Wochen bei über 900 lag. Fast 600 Personen sind folglich nicht zum ersten Auswahltest, dem Sporttest, erschienen oder durchgefallen. Eine alarmierende Zahl, wenn man bedenkt, dass dieses Jahr 150 Anwärterinnen und Anwärter eingestellt werden sollen. Die Werbekampagne des Innenministeriums war offensichtlich nicht durchschlagend.”

David Maaß weiter: „Ein baufälliges Haus bleibt baufällig, auch wenn man es neu anstreicht. Der öffentliche Dienst im Saarland muss grundlegend kernsaniert werden. Eine Aufgabe, die Innenminister Klaus Bouillon (CDU) nicht alleine stemmen kann. Die saarländische Landesregierung ist daher in der Pflicht, den öffentlichen Dienst im Saarland wieder konkurrenzfähig und attraktiv für junge Menschen zu machen. Für den Polizeibereich bedeutet dies, dass das Einstiegsamt in der saarländischen Polizei auf A 10 angehoben und das Bestandpersonal parallel dazu in selbige Besoldungsgruppe hochbefördert werden muss. Das Saarland muss neue Wege gehen, um die besten Köpfe an sich zu binden. Neue Wege, um die durch die Schuldenbremse ruinierte saarländische Polizei wieder gesunden zu lassen!“