Polizeipräsidium Ravens­burg in Dienst gestellt

3. Februar 2020 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Polizei | Drucken

Mit einem Festakt für das neue Polizeipräsidium Ravensburg in Dienst gestellt. Es wurde im Zuge der Polizeistruktur 2020 zum 1. Januar 2020 neu gebildet und ist für die Landkreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis zuständig.

„Heute ist Oberschwaben-Freudentag: Ravensburg bekommt ein neues, eigenes Polizeipräsidium. Die Ergebnisse unserer Arbeiten zur Polizeistruktur 2020, hocheffizient, stets im Zeitplan, können sich sehen lassen. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich nach dem neuen Polizeipräsidium Pforzheim nun auch das neue Polizeipräsidium Ravensburg ganz offiziell in Dienst setzen kann. Mit jetzt 13 Polizeipräsidien haben wir die Sicherheitsarchitektur in unserem Land mit seinen regionalen Bedürfnissen noch besser zugeschnitten. So können wir die Ansprüche unserer Bürgerinnen und Bürger an eine moderne, bürgernahe Polizei noch besser erfüllen“, sagte Innenminister Thomas Strobl am 31. Januar 2020 bei der Indienststellung des neuen Polizeipräsidiums Ravensburg. Beim Festakt konnte der Minister im Großen Festsaal der Klosteranlage Weißenau in Ravensburg mehr als 200 geladene Gäste – unter ihnen Vertreter aus Politik, Justiz, Behörden sowie Organisationen mit Sicherheitsaufgaben – begrüßen.

„Auch im Polizeipräsidium Ravensburg wurden die Strukturen zielgerichtet und zukunftsfähig ausgerichtet. Durch den neuen Zuschnitt bestehen deutlich kürzere Wege, wodurch sich die Interventionszeiten der Einsatzkräfte erheblich verringern. Der erste Schritt wurde getan, damit der Leitspruch der neuen Dienststelle, ‚Unser Ziel – Ihre Sicherheit‘, vom Wort in die Tat umgesetzt werden kann“, so Minister Thomas Strobl.

Das Polizeipräsidium Ravensburg

Seit dem 1. Januar 2020 sind die 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Polizeipräsidiums Ravensburg für die Sicherheit in den drei Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis und die dort lebenden 634.000 Einwohnern zuständig. Geleitet wird die neue Dienststelle von Polizeipräsident Uwe Stürmer und seinem Vertreter, Polizeivizepräsident Bernd Hummel. Mit acht Polizeirevieren, 19 Polizeiposten sowie den Verkehrsgruppen in Ravensburg, Sigmaringen und Kißlegg sind die Beamtinnen und Beamten des Vollzugsdienstes vor Ort präsent. Die Kriminalpolizeidirektion, mit der Zentrale in Friedrichshafen, hat ihre Ermittlungskräfte in Ravensburg und Sigmaringen so stationiert, dass auch im Bereich der kriminalpolizeilichen Ermittlungen eine ausgewogene Verteilung im gesamten Präsidiumsbereich gegeben ist.

Das Polizeipräsidium Ravensburg ist seit dem 1. Januar 2020 interimsweise in den Gebäuden Gartenstraße 97 in Ravensburg und Brielmayerstraße 2 in Weingarten untergebracht. Die Planungen sehen vor, dass am Sitz des Polizeipräsidiums in Ravensburg ein zentraler Neubau errichtet wird. Hierfür soll noch im Jahr 2020 ein Wettbewerb ausgelobt werden. Der Hauptsitz des Polizeipräsidiums befindet sich in der Gartenstraße 97 in Ravensburg. Dort sind neben der Präsidiumsleitung auch der Führungs- und Einsatzstab mit dem Führungs- und Lagezentrum sowie die Schutzpolizeidirektion, die Stabstellen Öffentlichkeitsarbeit und Controlling/Qualitätsmanagement, das Einsatztraining und die Polizeihundeführer untergebracht. Dafür wurde im landeseigenen Gebäude in der Gartenstraße das Interims-Führungs- und Lagezentrum eingebaut. Die Fassade des Gebäudes wurde überarbeitet und im Gebäudeinneren wurden unter anderem die EDV-Installationen renoviert. Die Arbeiten wurden innerhalb von elf Monaten erledigt.

Die weiteren Dienstzweige, unter anderem die gesamte Verwaltung, Teile des Referates Prävention, die Verkehrspolizeiinspektion und der Verkehrsdienst Ravensburg, sind derzeit in einem Bürogebäude in Weingarten in der Brielmayerstraße 2 ansässig. Dieses wurde angemietet und angepasst, insbesondere ging es dabei um die Anforderungen der Polizei und die datentechnische Anbindung an den Bau in Ravensburg. Innerhalb von drei Monaten waren die Umbauarbeiten umgesetzt. Insgesamt lagen die Kosten für die Umbauarbeiten, für die das Amt Ravensburg des Landesbetriebs Vermögen und Bau zuständig war, bei rund zwei Millionen Euro.