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Schüsse auf Polizisten in Neunkirchen

GdP Saarland fordert hartes Vorgehen als ein Zeichen der Wertschätzung

„Den Beschuldigten wird diese Tat straf- und zivilrechtlich teuer zu stehen kommen“, sagt der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), David Maaß. Nach den Schüssen mit einer scharfen Waffe auf die fünf Kolleginnen/Kollegen der Polizeiinspektion Neunkirchen zeigt sich die GdP sowie die gesamte saarländische Polizei tief erschüttert.
Maaß besuchte die betroffenen Kolleginnen und Kollegen am 27. Januar 2020 während ihres Dienstes in Neunkirchen, um ihnen die volle gewerkschaftliche Unterstützung zuzusagen. Maaß: „Ich spreche meinen Kolleginnen und Kollegen die bedingungslose Solidarität der GdP aus. Die GdP und ihre Anwälte werden dafür kämpfen, dass der Vorfall als qualifizierter Dienstunfall gewertet, der Tatverdächtige mit hohen Schmerzensgeldansprüchen konfrontiert sowie diese irre Tat als versuchter Mord angeklagt werden wird!“

Dieser Vorfall zeigt wieder, welchen Gefahren die Polizei tagtäglich bei der Verrichtung ihres Dienstes ausgesetzt ist. „Wir treten stets den Dienstbeginn mit dem Gedanken an, womöglich am Ende des Tages nicht mehr zu unseren Familien zurückkehren zu können“, so der Landesvorsitzende der GdP. Diese besondere Gefährdung der Polizei muss sich daher spürbar in einer monatlichen Gefahrenzulage bemerkbar machen. Maaß weiter: „Polizistin oder Polizist zu sein, ist eben kein vergleichbarer Job wie in anderen Behörden oder Ministerien. Die Landesregierung muss diesen Umstand endlich wertschätzen und die Polizeizulage auf 190 Euro anheben. Die Landeshauptstadt Saarbrücken hat die Gefährdung ihrer Berufsfeuerwehr bereits vor Jahren erkannt und deren Zulage auf 152,38 Euro deutlich angehoben. Dass unsere Zulage, die der Polizei, nur bei 127,38 Euro liegt, sorgt für große Frustration bei meinen Kolleginnen und Kollegen und ist für mich persönlich ein absolutes Unding. Politik muss hier schleunigst nachsteuern!“